Beinahe drei Jahre arbeitete der
Journalist und Autor Binjamin Segel (1866–1931) an der Entlarvung
der Protokolle der Weisen von Zion, dem bis heute virulenten
antisemitischen Verschwörungsphantasma. Mit seiner erschreckend
aktuell gebliebenen Studie von 1924 gehört er zu den Pionieren einer
Kritik des Pamphlets. Segel informiert darin nicht nur über dessen
Entstehungs- und Verbreitungsgeschichte, sondern weist
gleichfalls nach, aus welchen Quellen dessen Urheber schöpften,
um den vermeintlichen Plan einer jüdischen Weltverschwörung zu
spinnen. Nachdem Thomas Mann die Studie gelesen hatte, schrieb er
Segel: "Ihr Buch zeigt mir, welch ein Aufwand von
wissenschaftlicher Energie und Akribie sich immerhin empfahl, als es
galt, dieser Legende endgültig den Garaus zu machen.“ (1926)
Franziska Krah, Herausgeberin der Neuauflage, stellt Segels kritische
Auseinandersetzung mit den Protokollen vor und äußert sich zur
ungebrochenen Aktualität des antisemitischen Verschwörungswahns.
Veranstalterin: Prozionistische Linke
Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Referat für politische Bildung
des AStA der Universität Frankfurt und mit freundlicher
Unterstützung des AStA der Universität Frankfurt.
Man hat sich bereits allzu
sehr daran gewöhnt, dass die Krise des politischen Bewusstseins viel
tiefer reicht, als es die tatsächliche Krise politischer Repräsentation
wie ökonomischer Reproduktion eigentlich rechtfertigt:
Weltherrschaftsfantasien, Verschwörungsdenken, antiwissenschaftliche
Affekte und Vernunftfeindlichkeit im allgemeinen - wenn man so wollte:
das antisemitische Syndrom - haben das gesellschaftliche Denken bereits
so stark affiziert, dass sie es im Grunde auch da noch bestimmen, wo
man noch genügend Restvernunft besitzt, wenigstens die Exzesse dieses
Syndroms zurückzuweisen.
Zu zeigen, dass diese Regression systematischen Charakter besitzt, dass
es einen Zusammenhang gibt zwischen dem Charakterwandel der
Gesellschaft und dem Wandel des gesellschaftlich vorherrschenden
Charakters, ist Anliegen von "Der Wert und das Es". Das Buch schlägt
vor, die vollendete Selbsttätigkeit des fixen Kapitals als das
sozusagen äußere Es der Gesellschaft zu begreifen, als jenen
Trieburgrund, der die Kontrolle des Individuums bricht, während im
Inneren dieses entmachteten Individuums das Verdrängte die Kontrolle
durchs Ich abschüttelt – also das innere Es Verhalten und Verstand
regelrecht in seinen Dienst zu stellen beginnt.
Hierin dürfte der Grund dafür liegen, dass das krisenhafte Prozessieren
des "automatischen Subjekts" letztlich in Kategorien infantiler
Sexualtheorien - magisches Denken ist ihr Indikator ebenso wie die
verallgemeinerte Feindseligkeit, die sich die Außenwelt prinzipiell nur
als generalisierten Missbrauch vorstellen kann - erfahren und
ausgedrückt wird.
Deshalb sind Marxismus und Psychoanalyse zwar epistemologisch
grundverschieden und gehören trotzdem, sofern beide ihr jeweiligen
kritischen Gehalt bewahren möchten, auf Gedeih und Verderb zusammen.
Das gilt spätestens seit jenem Zeitpunkt, ab dem der Kapitalismus nur
noch auf Kosten des von ihm einst mitgeführten äußeren wie inneren
Fortschritts weiterzuleben vermochte und vermag; jenem Zeitpunkt in
etwa, den Wolfgang Pohrt als den identifizierte, an dem das Kapital
seinen historischen Gebrauchswert zerstörte. Und genau deshalb bedeutet
Verzicht auf psychoanalytische Erkenntnis heute mehr denn je Verzicht
auf Kritik überhaupt.
50 Jahre nachdem die
Achtundsechziger-Bewegung die Einheit von sozialer, politischer und
sexueller Revolution proklamierte, ist von diesem Versprechen so gut
wie nichts mehr übrig, obwohl es weiterhin als Trademark diverser
partikularer, sei es libertär-hedonistisch oder
postfeministisch-sexpositiv daherkommender Gruppen fungiert.
Unsystematisch und konstellativ sammelt "Die Antiquiertheit des
Sexus" Überbleibsel des Glückversprechens der "freien
Liebe" ein und fragt, wie es dazu kommen konnte, dass aus
Bewegungen, die sich einmal die sexuelle Emanzipation auf die Fahnen
schrieben, unter dem Label des Antisexismus islamsensible,
zuverlässig misogyne und homophobe Zivilgesellschaftsverbände
werden konnten. Im Mittelpunkt stehen bei der Beantwortung dieser
Frage die Perhorreszierung kindlicher Sexualität, die die Geschichte
des Bürgertums hindurch bis in die Zweite Frauenbewegung zu
beobachten ist, und die Verdrängung des Leibes als Erinnerung an die
erste Natur durch sogenannte Körpertechnologien, in denen die zur
Totalität gewordene zweite Natur affirmiert wird.
In der von 1975 bis 1979 andauernden
Gewaltherrschaft der Roten Khmer waren der politische Mord und der in
Kauf genommene Hungertod großer Teile der Bevölkerung an der
Tagesordnung.
Während die einen die Herrschaft der
Roten Khmer als fatale Konsequenz jeglicher kommunistischer
Befreiungsperspektiven interpretierten, erfreuten sich Teile der
europäischen Linken, die sich bereits mit Bildern der chinesischen
Kulturrevolution die Befreiung aus der entfremdeten westlichen
Zivilisation herbeisehnten, an einer Bewegung, die dem
Individualismus wie jeglichem Zeichen von 'westlicher Dekadenz' den
Krieg erklärte.
Der Vortrag soll einen Blick auf die
Konstituionsbedingungen der Staat gewordenen Bewegung und ihrer
Ideologie werfen und dabei zeigen, dass es den Roten Khmer nicht um
eine befreite Gesellschaft ging, in der "die freie Entwicklung
eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist"
(Marx), sondern die blinde Kollektivierung als Gegenprinzip zum
allseits verorteten Imperialismus gesetzt wurde.
Das der Autarkie verpflichtete Konzept
eines 'nationalen Kapitalismus' wie es bereits von Khieu Samphan in
seiner Dissertation vorgestellt wurde, diente hier als Antrieb einer
nachholenden Industrialisierung sowie regressiver Krisenlösung, die
versuchte, die vermeintlich produktive Arbeit gegen den 'Wucher' und
'unproduktive Gruppen' in Stellung zu bringen. Was das dann bedeuten
sollte, mussten zunächst die Stadtbevölkerung und vor allem die in
Kambodscha lebenden Minderheiten am eigenen Leib erfahren, die den
Roten Khmer zum Opfer fielen.
Engagement für einen bestimmten Staat
oder für bestimmte Verhältnisse innerhalb der Staaten im Namen des
kategorischen Imperativs nach Auschwitz widerspricht dem politischen
Engagement (das per definitionem einem ‚besseren‘ Staat, einem
‚menschlicheren‘ Kapital gilt), indem es allein ex negativo
begründet wird. Ist in diesem Sinn dem kategorischen von Adorno ein
praktischer Imperativ hinzuzufügen, könnte er lauten: Durchsetzung
und Verteidigung der Vermittlungsformen, wie sie allemal dem
Kapitalverhältnis Rechnung tragen – bürgerliche Grundrechte, rule
of law, Gewaltenteilung, also Verhinderung des barbarischen,
vorkapitalistischen Zwangs – niemals nur als Zweck zu begreifen,
sondern jederzeit zugleich als Mittel, die Antisemiten, die Feinde
Israels zu bekämpfen.
Veranstalterin:
Prozionistische Linke Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Referat für politische Bildung des AStA der Universität
Frankfurt und mit freundlicher Unterstützung des AStA der Universität Frankfurt
Wir trauern um unseren Freund und Genossen Ralf "Möfpf" Meyer!
Die Trauerfeier findet am
Donnerstag, 23. Februar, 12:45 Uhr auf dem Hauptfriedhof, Eckenheimer
Landstraße 194, in Frankfurt statt.
Engagement für einen bestimmten Staat
oder für bestimmte Verhältnisse innerhalb der Staaten im Namen des
kategorischen Imperativs nach Auschwitz widerspricht dem politischen
Engagement (das per definitionem einem ‚besseren‘ Staat, einem
‚menschlicheren‘ Kapital gilt), indem es allein ex negativo
begründet wird. Ist in diesem Sinn dem kategorischen von Adorno ein
praktischer Imperativ hinzuzufügen, könnte er lauten: Durchsetzung
und Verteidigung der Vermittlungsformen, wie sie allemal dem
Kapitalverhältnis Rechnung tragen – bürgerliche Grundrechte, rule
of law, Gewaltenteilung, also Verhinderung des barbarischen,
vorkapitalistischen Zwangs – niemals nur als Zweck zu begreifen,
sondern jederzeit zugleich als Mittel, die Antisemiten, die Feinde
Israels zu bekämpfen.
Im November 1952 fand in Prag der
größte und letzte stalinistische Schauprozess statt. Vierzehn
hochrangige Funktionäre des Staats- und Parteiapparats der
Tschechoslowakei, darunter Rudolf Slánský, der frühere
Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei,
wurden beschuldigt, sich gegen die volksdemokratische Ordnung
verschworen zu haben. Elf von ihnen wurden zum Tode verurteilt und
kurz darauf gehenkt.
Das Slánský-Tribunal unterschied sich
nicht nur in seiner Größendimension, sondern auch durch seinen
offen antisemitischen Charakter von den anderen stalinistischen
Schauprozessen. Die Mehrheit der Angeklagten war jüdischer
Herkunft; parallel zum Tribunal wurden Juden aus allen mittleren und
höheren Positionen des Staats- und Parteiapparats verbannt.
Jan
Gerber wirft einen neuen Blick auf das Slánský-Tribunal und den
Spätstalinismus. Zugleich untersucht er ein Kapitel der Geltungs-
und Wirkungsgeschichte des Holocaust in der Arbeiterbewegung. Er
untersucht, warum Antifaschisten nur sieben Jahre nach der Befreiung
von Auschwitz einen Prozess durchführten, in dem Juden als Juden
angeklagt wurden. Zudem fragt er, weshalb dieser Prozess ausgerechnet
in der Tschechoslowakei stattfand, die in der Zwischenkriegszeit als
Insel der Demokratie und Toleranz gegolten hatte. Es wird gezeigt,
dass die spezielle Ausrichtung des Prozesses nicht zuletzt dem
sowjetischen Interessenwandel im Nahen Osten geschuldet war: weg von
Israel, hin zu seinen arabischen Nachbarstaaten. In den Ermittlungen
gegen Rudolf Slánský und Genossen fanden jedoch auch die
Nationalitätenkonflikte der Zwischenkriegszeit eine weltanschaulich
verschlüsselte Fortsetzung. Der Slánský-Prozess steht für das
Ende der Geltungskraft des Begriffs der Klasse.
Siegfried Bernfeld
(1892–1953), Psychoanalytiker, Pädagoge, undogmatischer Marxist und
Zionist engagierte sich vor dem Ersten Weltkrieg in der Wiener
Jugendkulturbewegung und entwickelte die moderne Theorie des
Jugendalters; im WK I unterstützte er die zionistische Bewegung,
schrieb eine Theorie der Kibbuzerziehung und gründete das „Kinderheim
Baumgarten“. Er entwickelte in der Wiener und der Berliner
Psychoanalytischen Gesellschaft die Grundzüge einer Psychoanalytischen
Pädagogik. Zusätzlich bilden Studien zur Schulkritik, zur
Heimerziehung, über Psychoanalyse und Marxismus, über Psychophysiologie
und zur Biografie von Sigmund Freud die Eckpunkte seines umfangreichen
wissenschaftlichen Werks.
Sozialistische Schulkritik war für Siegfried Bernfeld unabdingbar, weil
die Institution Schule politisch ist. Ihre Funktion ist die Vermittlung
des herrschenden Wertesystems und die Reproduktion gesellschaftlicher
Machtverhältnisse. Dies leistet sie weniger über Unterrichtsinhalte als
über die sozialen Ordnungen und Einrichtungen des Bildungssystems.
Deren Wirkungen untersucht Bernfeld am Beispiel der Schulgemeinde mit
den Mitteln analytischer Sozialpsychologie. Die Schulgemeinde war neben
Einheitsschule und Arbeitsunterricht die zentrale Innovation der
austromarxistischen Schulreform in Wien, die anzustoßen Bernfeld als
Führer der Jugendkulturbewegung und als Mentor der sozialistischen
Mittelschülerbewegung wesentlich beitrug. Bernfelds Analyse kommt zum
Schluss, dass die Wirkung der Schulgemeinde in Abhängigkeit zum Ort
ihrer Anwendung innerhalb des Bildungssystems variiert. Während sie im
Landerziehungsheim der Bildung einer Elite dient, stärkt sie in der
Jugendfürsorgeerziehung die Solidaritätsbeziehungen zwischen Erziehern
und Jugendlichen. Die höhere Schule hingegen, die Bernfeld als
ideologischen Staatsapparat im Dienste bürgerlicher Herrschaft
kritisiert, muss im Zuge der Revolution zerstört werden. Durch deren
Neuorganisation als demokratische staatliche Selbstverwaltung
(Schulgemeinde) können die entsolidarisierenden und entfremdenden
Effekte des Gymnasiums für die Arbeiterjugend aufgehoben werden.
Sozialistische Schulpolitik enthält im Kern die Demokratisierung des
Wissens im Sinne eines gemeinsamen Lernens. Um folgende Fragen soll es
in der Veranstaltung gehen:
Welche Schule braucht es, um Tendenzen drohender Faschisierung und gesellschaftlicher Spaltung etwas entgegen zu halten?
Bernfeld schreibt im "Sisyphos oder die Grenzen der Erziehung": "Die
Schule als Institution erzieht." (1925, S. 28): Wie lässt sich
diese Erziehung durch Institutionen theoretisch verstehen?
Welche wissenschaftlichen Konzepte haben Bernfelds Programm einer "Instituetik" weiterentwickelt?
Besteht schulische Sozialisation ausschließlich aus Anpassungsprozessen, wie Bernfeld behauptet?
Welche Anpassungsleistungen sind heute zentral?
Welche Anpassungstypen treffen wir heute an der Stelle der von Bernfeld
systematisierten "Braven", "Schulrebellen", "Lausbuben",
"Schulverbrecher"?
Muss Bildung demzufolge kritisch sein, wenn sie etwas anderes als Anpassung sein will?
Welche inhaltlichen Hinweise gibt Bernfeld in Bezug auf eine solche kritische Pädagogik?
Wie stellt sich das von Bernfeld problematisierte Verhältnis zwischen
Aneignung und Enteignung, zwischen gemeinsamen Lernen und
Entsolidarisierung heute?
Dr. phil. Daniel Barth ist Dozent an der Interkantonalen Hochschule für
Heilpädagogik Zürich. Er ist Autor des Buches „Kinderheim Baumgarten.
Siegfried Bernfelds 'Versuch mit neuer Erziehung' aus
psychoanalytischer und soziologischer Sicht“ und Mitherausgeber des 4.
Bandes der Siegfried Bernfeld - Werkausgabe „Sozialpädagogik“.
Veranstalterin: Prozionistische Linke Frankfurt in Zusammenarbeit mit
dem Referat für politische Bildung des AStA der Universität Frankfurt
und mit freundlicher Unterstützung des AStA der Universität Frankfurt.
Keine
Geschäfte mit dem iranischen Regime!
Keine Bühne für die Henker von Teheran!
Der Begriff des Staates
in der Staatsrechtslehre seit dem 20. Jahrhundert ist geprägt von
der Auseinandersetzung Carl Schmitts mit der “Reinen
Rechtslehre” Hans Kelsens. Diese Kontroverse ist keine rein
literarische oder wissenschaftliche: beide Protagonisten verstehen sie
als Ausdruck eines Gegensatzes im Gegenstand, also im Wesen des Staates
selbst. Kelsen versucht, das Recht als Prinzip gesellschaftlicher
Synthesis zu begreifen, und den Staat als eine Rechtstatsache. Daran
hängt in der Tat die Möglichkeit eigenständiger
Rechtserkenntnis, die Möglichkeit einer Wissenschaft vom Recht
überhaupt.
In Schmitts Lehre dagegen, die er in heftigem Konflikt mit Kelsen
begründet, steht im Zentrum des Staats dessen Subjekt als
über-rechtliches Verhältnis, als sein Souverän; es
garantiert die Rechtsordnung, es hebt sie wenn nötig auf, wenn der
Staat nur so “die Ordnung” bewahren kann. Und so wenig der
Souverän als einfach identisch mit dem “Volk” auch nur
gedacht werden kann, so notwendig muss er es doch werden. Und zuletzt
bestimmt sich die Gesellschaft als “Volk” durch den Krieg
nach aussen und den Bürgerkrieg gegen den inneren Feind: das
heißt nicht nur gegen die Revolution selbst, sondern auch die
Parteien, zuletzt den “jüdischen” Liberalismus.
Schmitts Lehre, republikanisch, wenn auch konsequent
konterrevolutionär im Anfang, geht durch einfache Entwicklung 1933
selbst zum Nationalsozialismus über.
Der Staat aber ist ebensowenig wie das Recht einer materialistischen
Kritik unzugänglich, im Gegenteil lässt sich zeigen, dass
materialistische Kritik der Gesellschaft ohne Staatskritik
unvollständig, das heisst falsch ist. Der Staat bleibt
gegenüber der Gesellschaft eine undurchdringliche
“Besonderung” so lange, und nur dann, wenn der Begriff der
Gesellschaft nicht selbst als Problem gefasst, das heisst: vor-kritisch
verstanden wird. Dass an dieser Schwierigkeit die linkshegelianische
Kritik gescheitert ist, lässt sich zeigen; ob der –
marxische oder bakuninische – Materialismusversuch diesem
Scheitern entkommen kann, müsste erst noch gezeigt werden; durch
einen neuen Anlauf der Kritik. Dieser müsste Konsequenzen daraus
ziehen, dass eine konterrevolutionäre Staatslehre sich
“Politische Theologie” nennen kann, wo doch die Kritik der
Religion längst “im wesentlichen beendigt” (K. Marx)
sein sollte.
Veranstaltet von der
Prozionistischen Linken Frankfurt und dem Referat für politische
Bildung des AStA der Universität Frankfurt mit freundlicher
Unterstützung des AStA der Universität Frankfurt.
Es ist, als ob man vergebens aus
nächster Nähe zu betrachten suchte, was in weitester Ferne
liegt – und dennoch nur scheinbar ein Jenseitiges ist. Etwas
unreglementiert erfahren: ist das überhaupt möglich? Die in
diesem Band versammelten Beiträge widmen sich der Bestimmung eines
Begriffs, der in der kritischen Theorie Adornos einen zentralen,
wenngleich nie ausdrücklich benannten Platz einnimmt. In der
zahlreich vorhandenen Literatur zu Adorno wird unreglementierte
Erfahrung, wenn überhaupt, als ein nur subjektives Phänomen
oder gar als ein dem wissenschaftlichen Objektivismus entgegengesetzter
Ausdruck individuellen Leids aufgefaßt. Wie hier gezeigt werden
soll, geht es allerdings bei der unreglementierten Erfahrung ums Ganze,
um nichts weniger als die Möglichkeit von Emanzipation schlechthin.
Mittwoch, 1. Juli, 19:00 Café KoZ, Mertonstraße
26-28, Frankfurt a. M.
"Charlie Hebdo und die Linke: Strafbedürfnis, Angst, schlechtes
Gewissen" -
Podiumsdiskussion mit Joel Naber, Till Gathmann, Gerhard Scheit und
Manfred Dahlmann (Redaktionsmitglieder und Herausgeber der
Zeitschrift sans
phrase)
Nach dem 7. Januar bohrte sich für
kurze Zeit ein stechender, plötzlicher Schmerz in das Bewusstsein
einer liberalen und linken Öffentlichkeit: Die Hinrichtung der
Redaktionsmitglieder von Charlie Hebdo brachte schlagartig die
Erkenntnis mit sich, dass der islamische Terror sich nicht mit
wahllosen Massakern an Zivilisten begnügt, sondern auch ganz
gezielt unbotmäßiges Betragen bestraft. Darin muss
das Schockierende gelegen haben, das Hunderttausende Franzosen und
zahlreiche andere in aller Welt dazu bewegte, sich spontan zu
versammeln und die Identifikation mit einer kleinen Zeitschrift zu
bekunden, die in den Jahren zuvor eher Genervtheit und Abwehr
provoziert hatte. Anders als die Massaker an Juden in Toulouse oder
Brüssel und auch im koscheren Supermarkt in Paris machte das
Attentat auf Charlie Hebdo unmissverständlich klar, dass der
islamische Terror sich nicht mit der Vernichtung der Juden – die
eine Mehrheit stillschweigend hinzunehmen bereit wäre –
begnügen wird, sondern dass alle anderen den Dhimmistatus zu
akzeptieren haben werden. Darin liegt, im Unterschied zu den Morden an
Juden – und an Muslimen, die in den Exekutivorganen des
französischen Staats arbeiteten –, eine narzisstische
Kränkung, die einen Aufschrei hervorruft, denn auf “unsere
Freiheit” bildet man sich schließlich etwas ein –
auch wenn man sich zuvor nie so besonders für sie interessiert
hat. In diesen Aufschrei mischten sich jedoch fast unmittelbar auch
jene Stimmen, die auf den “Rassismus” bzw. die
“Israelfeindlichkeit” der Karikaturen von Charlie
hinwiesen, d.h. solche, die den Preis für das Verschontwerden
anmahnten bzw. Solidarität verweigerten. In dieser
Ambivalenz der Trauer um Charlie Hebdo liegt viel Unausgesprochenes,
das wir versuchen möchten zu adressieren, um, der Angst zum Trotz,
Denken zu ermöglichen.
Freitag, 12. Juni, 20:00 Café
Kurzschlusz, Kleiststr.5, Frankfurt a. M.
"Der Barbarei entgegentreten! Über Antifaschismus in Zeiten von
Djihadismus und Pegida" - Vortrag von Lothar Galow-Bergemann (Stuttgart)
2014 explodierten Dumpfbackentum,
Ressentiment und Barbarei: Antisemitische Massenaufmärsche
verlangten „Tod den Juden!“ – Nazis, Islamisten und
Linksreaktionäre marschierten vereint im Hass gegen den
jüdischen Staat und in Solidarität mit seinen Todfeinden
– Djihadisten drohten Andersgläubigen mit Macheten in der
Hand, sie „hier genauso zu töten wie im Irak“ –
Rechtsreaktionäre erzielten erschreckende Wahlerfolge und mit
Pegida, Hogesa &Co mobilisierte ein rassistischer Mob gegen
MuslimInnen und Flüchtlinge. Zu Beginn des neuen Jahres machten
die djihadistischen Mordanschläge in Paris und Kopenhagen auf ein
atheistisches Satiremagazin, eine Diskussionsveranstaltung zur
Meinungsfreiheit, einen jüdischen Supermarkt und eine Synagoge
klar: der Wahnsinn geht weiter. Antifa, das
ist ihr unschätzbares Verdienst, will in Zeiten, in denen leider
keine Aussicht besteht, die Verhältnisse grundsätzlich zum
Tanzen zu bringen, wenigstens den allerschlimmsten und barbarischsten
Kräften in den Weg treten. So wichtig es bleibt, sich offenen
Nazis entgegenzustellen – es liegt auf der Hand, dass der Kampf
gegen sie allein nicht mehr ausreicht. Stiefel- und Nadelstreifennazis
verbindet trotz des äußerlichen Gegensatzes im Kern eine
enge Seelenverwandtschaft mit den Djihadisten. Wer um ein Minimum an
Menschenwürde und um Mindestvoraussetzungen für eine
irgendwann vielleicht doch noch gelingende Emanzipation kämpfen
will, muss sich der anschwellenden Front der Barbarei in all ihren
Facetten entgegenstellen. Vor welchen
Herausforderungen theoretischer wie praktischer Art steht
Antifaschismus heute? Wie hilfreich und wie problematisch ist
dafür die so genannte „Islamdebatte“? Inwiefern
können Begriffe wie „Islamismus“,
„Islamophobie“ oder “Islamkritik“ dazu
beitragen, die Problemlage zu erfassen? Warum ist eine
konservativ-orthodoxe Interpretation der Religion in muslimischen
Communities so stark präsent? Ist die Rede von „dem“
Islam zutreffend, der im Gegensatz zu „dem“ Christentum
Humanität und Säkularität ausschließe? Wie ist
schließlich ein emanzipatorischer Anspruch inmitten einer
zunehmend verrückter werdenden Umgebung aus moslemhassenden
Sarrazindeutschen, tatsachenresistenten Linken, Nazis und Djihadisten
zu formulieren? Und wie kann er praktisch werden?
Veranstaltet vom Café
Kurzschlusz,
der Prozionistische Linken Frankfurt und dem Referat für
Politische Bildung des AStA der Universität Frankfurt mit
freundlicher Unterstützung des AStA der Universität Frankfurt.
"Mit
der „Islamische Republik“ gegen
den „Islamischen Staat“?
Iranischer Islamismus, westliches Appeasement und die Eskalation
in Syrien und im Irak" - Vortrag und Diskussion mit Fathiyeh
Naghibzadeh und Andreas Benl (beide
Berlin)
Im Dezember letzten Jahres lud
die
Islamische Republik Iran zu einer Antiextremismuskonferenz nach
Teheran, um über die Perspektive „einer Welt frei von
Gewalt“ zu konferieren. Was aus dem Munde der jahrzehntelangen
Hauptsponsoren des globalen Djihadismus wie ein schlechter Scherz
klingt, findet seit dem Amtsantritt von Präsident Hassan Rohani
enormen Anklang: das iranische Regime präsentiert seine
Expansionspolitik neuerdings als „Kampf gegen Extremismus und
Terror“. Im Irak und Syrien wirken die USA und ihre
Verbündeten im Kampf gegen den IS de facto als Kooperationspartner
der iranischen Revolutionsgarden vor Ort - obwohl Khamenei und seine
Untergebenen fast im Tagesrhythmus den USA und Israel mit Vernichtung
drohen.
Die Vorträge von Fathiyeh Naghibzadeh
und Andreas Benl sollen Geschichte und Hintergründe des Aufstiegs
der Islamischen Republik vom Pariastaat zur umworbenen
Bündnismacht darstellen. Welche historische Rolle hat das
iranische Regime für die Entwicklung des globalen Islamismus im
allgemeinen, des „Islamischen Staats“ im besonderen
gespielt? Was hat der schiitisch-islamistische Expansionismus mit der
Entwicklung Syriens und des Irak zu Wastelands und Basen des
Djihadismus zu tun? Wie hängen das westliche Appeasement in der
Atomfrage und die Entwicklungen im Mittleren Osten zusammen? Und welche
Auswirkungen hat diese Politik auf die Perspektiven der iranischen
Umsturzopposition?
Fathiyeh Naghibzadeh ist Co-Regisseurin des
Films „Kopftuch als System – Machen Haare
verrückt?”, publiziert unter anderem zum
Geschlechterverhältnis im Islam, zu Antisemitismus und
Antizionismus und zur Erfahrung des Exils und ist
Gründungsmitglied des Mideast Freedom Forum Berlin.
Andreas Benl ist im Mideast Freedom Forum
Berlin aktiv und schreibt unter anderem zum Kulturrelativismus und zur
Oppositionsbewegung im Iran.
Mittwoch,
07.01.15, 19 Uhr, Café Kurzschlusz, Kleiststraße 5,
Frankfurt
"Das Unbehagen in und an der homosexuellen Emanzipation"
Vortrag und
Diskussion mit Tjark Kunstreich (Wien)
Die
Emanzipation der Homosexuellen scheint unaufhaltsam. In den USA und in
zahlreichen europäischen Ländern ist die rechtliche
Gleichstellung beinahe durchgesetzt. Dennoch äußert sich ein
Unbehagen an dieser Normalisierung: Nicht alle Schwulen und Lesben
können dieser neuen Freiheit etwas abgewinnen, weil sie zugleich
den Verlust der Enge wie der Geborgenheit der Subkultur bedeutet wie
auch der Sonderstatus der Minderheit. Sie fürchten die
Assimilation und Auflösung ihrer kollektiven Identität. Die
politischen Gegner der Homosexuellenemanzipation in Europa und den USA
betonen ihrerseits diese Identität, um den Sonderstatus der
Homosexuellen und die damit einhergehende Diskriminierung positiv zu
begründen und aufrechtzuerhalten. Sie sehen sich nicht als
Homosexuellenhasser, sonder als Verteidiger einer natürlichen
Ordnung. Im Rest der Welt schürt die Homosexuellenemanzipation das
Ressentiment gegen den dekadenten Westen und die Verfolgung
vermeintlicher Homosexueller nimmt immer brutalere und zugleich
lächerlich wirkende Formen an. Auf dem afrikanischen Kontinent
verschärfen zahlreiche Staaten die schon vorhandenen Gesetze gegen
Homosexualität, die als westlicher Import und neokolonialer
Angriff auf die afrikanische Identität verstanden wird.
Auf diese Entwicklungen gibt es zwei Antworten, die vorgeben, sich
ihnen zu stellen: Zum einen die homosexuelle Bürger- und
Menschenrechtsbewegung, die als Verfechterin der Emanzipation jene
Werte aufrechtzuerhalten verpflichtet ist, die zugleich Grundlage der
Verfolgung der Homosexuellen waren: Sie versteht die Absonderung der
Minderheit durch die Mehrheit als irrationalen Irrtum, dem durch
Aufklärung abzuhelfen sei. Zum anderen die queer theory, für
die diese Absonderung der Gesellschaft immanent ist, die also
fortsetzen muss, um ein "anderes" herzustellen, von dem sich
eine fiktive Mehrheit abgrenzen kann: Ihre Strategie ist es,
dieses Verhältnis umzudrehen, und den weißen heterosexuellen
Mittelklasse-Mann zum Feindbild zu erklären.
Ihrer jeweils eigenen Logik folgend, endet die Menschenrechts-Apologie
bei der bloßen Gleichstellung und kann sich die Eskalation des
Homosexuellenhasses, den sie zur Homophobie verniedlicht, nicht
erklären, während die queer theory diesen Hass mit der
priviligierten Position erklärt, den die Homosexuellen im Westen
im Zuge der Gleichstellung gewinnen. Als reine
Bürgerrechtsbewegung kümmern sich die einen um Steuer- und
Adaptionsfragen, während die anderen nicht zufällig Israel
ins Visier nehmen. In beiden Reaktionen ist mindestens unbewusst
enthalten, dass es, um einer schon vorweggenommenen künftigen
Verfolgung zu entgehen, notwendig ist, sich mit dem Staat, der die
jeweiligen Rechte zu garantieren hat, oder einer Bewegung, deren Ziele
man sich zu eigen gemacht hat, zu identifizieren.
Veranstalter: Prozionistische Linke Frankfurt
Unterstützer: AStA der
Universität Frankfurt
Buchvorstellung
und Diskussion mit Stephan Grigat (Wien)
In der deutschen Nahost-Diskussion trifft man immer wieder
auf die Behauptung, der Antisemitismus in den arabischen und
islamischen Ländern sei ein Resultat des Nahost-Konflikts. Hier
soll verdeutlicht werden, inwiefern der arabische und islamische
Antisemitismus eine der zentralen Ursachen dieses Konfliktes ist, er
dessen Verlauf maßgeblich bestimmt hat und bis heute prägt.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, was eine an Emanzipation
und Aufklärung orientierte Kritik des islamischen Djihadismus von
fremdenfeindlicher Hetze unterscheidet?
Was bedeutet der Machtzuwachs von Gruppierungen wie der Hisbollah und
der Hamas, die keineswegs nur Israel terrorisieren, sondern auch all
jene Araber, die sich ihrem Machtanspruch nicht unterordnen wollen?
Welche Rolle spielt das iranische Regime und was bedeutet das Erstarken
des „Islamischen Staates“ in Syrien und im Irak? Wie
könnte es zu einer Verbesserung der Situation für alle
Menschen im Nahen Osten kommen? Und wie kann auf den offenen
Antisemitismus reagiert werden, der sich während der letzten
Eskalation im Gaza-Streifen auch in Deutschland gezeigt hat?
Buchvorstellung und
Diskussion mit Gerhard Stapelfeldt (Hamburg)
Im Anschluss Party zum
10jährigen Bestehen der Prozionistischen Linken Frankfurt
Für Marx und den Marxismus nach Marx ist der
Zusammenhang von Krise und befreiender theoretischer sowie praktischer
Kritik noch selbstverständlich. Daß der dialektische
Widerspruch gegen widerspruchsvolle Verhältnisse ohne den Kontext
„revolutionärer Praxis“ möglich sei, ist für
Marx in der Epoche des Liberalismus undenkbar. Der Marxismus der
Zweiten Internationale erkennt, in der Epoche des Imperialismus, die
Möglichkeit der Kritik in der befreienden Kraft der
Produktivkraft-Entwicklung. Jeweils scheinen fundamentale Krisen des
„Systems der bürgerlichen Ökonomie“ den
gesellschaftsgeschichtlichen Fortschritt zum „Verein freier
Menschen“ zu produzieren.
Aber schon 1923 erkennen Karl Korsch und Georg Lukács, nach der
gescheiterten Revolution, eine Krise der Arbeiterbewegung und des
Marxismus. Zwischen 1926 und 1933 explizieren Max Horkheimer und
Wilhelm Reich die „Ohnmacht“, die „Niederlage der
deutschen Arbeiterklasse“. Im Rekurs auf die Psychoanalyse wird
am Vorabend und nach der Großen Depression von 1929/33 die
Auflösung des Zusammenhangs von Krise und revolutionärer
Kritik: die nationalsozialistische „konformistische
Revolte“, reflektiert. Der Konformismus: das ist eine
Volksgemeinschaft, in der der Einzelne ohne gesellschaftliches
Bewußtsein, daher zu gesellschaftlich-solidarischem Widerspruch
und Widerstand unfähig ist. Die Gemeinschaft erweist sich als
irrationaler Zusammenhang ent-individualisierter, autoritärer
Charaktere, die allenfalls die Verallgemeinerung, nicht die Abschaffung
gesellschaftlicher Repression realisieren. So schreitet der an der
Psychoanalyse gebildete Marxismus von der Kritik der Politischen
Ökonomie fort zur Kritik des irrationalen Rationalismus –
zur „Kritik der instrumentellen Vernunft“ – und zur
Kritik der bürgerlichen Anthropologie. Ohne die gesellschaftlich
gegründete Idee des Individuums, das sich als „ensemble der
gesellschaftlichen Verhältnisse“ weiß, ist –
erkennen die Kritischen Theoretiker – die einst erhoffte
„proletarische Erhebung“ verstellt. Daher bedürfe es
der praktisch gerichteten Aufklärung des „Aufstiegs und
Falls des Individuums“.
Das
Business Forum Iran ist auf unbestimmte Zeit verschoben
worden! Vielen
Dank an alle, die die Proteste unterstützt haben! Es wird
daher keine Kundgebung und keinen Infotisch geben.
Keine
Geschäfte mit dem iranischen Regime!
Keine
Bühne für die Henker von Teheran!
Protest gegenBusiness
Forum Iranund
Auftritt des iranischen Botschafters
Freitag
23. Mai 2014
Kundgebung:
11:30 Uhr, Infotisch ab 8:30 Uhr
vor
der IHK-Frankfurt, Börsenplatz
Am 23. Mai soll inFrankfurtam Main das „Business
Forum Iran“ stattfinden. Ziel des Forums ist es, die
Geschäfte zwischen Deutschland und Iran auszubauen.Die
veranstaltende „Maleki Group“ ermutigt in ihrer Einladung
deutsche Firmen explizit dazu, bereits jetzt im Iran zu investieren,
während die Verhandlungen zum Nuklearkonflikt weiter andauern.Mit Markus Potzel ist ein
Vertreter des Auswärtigen Amtes eingeladen, Omid Nouripour,
der außenpolitische Sprecher der GRÜNEN, hat sich nach
Protesten zurückgezogen.
Zusammentreffen
soll er inFrankfurtmit Ali Ashraf Afkhami*,
Direktor der vom Westen sanktionierten iranischen "Bank of Industry and
Mine". Afkhami ist ein Vertrauter Ali Khameneis und Finanzkoordinator
des vom Obersten Geistlichen Führers kontrollierten kriminellen
Firmenimperiums, das über ein Vermögen von knapp 100
Milliarden Dollar verfügt. Die Gelder werden u.a. für die
Finanzierung des Atom- und Raketenprogramms, die
Unterdrückungspolitik und islamistischen Terrorismus weltweit
verwendet. Laut Konferenzprogramm wird auch der Botschafter des
iranischen Regimes in Deutschland, Ali Reza Sheikh Attar, Keynote
Speaker sein. Ihm werden zahlreiche Morde in den kurdischen Gebieten
des Iran vorgeworfen und er gilt als Zuständiger in Europa
für die illegalen Beschaffungsaktivitäten des islamistischen
Regimes für dessen Atomwaffenprogramm.
Im Iran hat sich durch den
neuen Präsidenten Hassan Rohani nichts Grundlegendes
geändert. Rohani ist kein Hoffnungsträger, sondern das
freundliche Gesicht des Terrors.Die Teheraner Machthaber
drohen Israel weiterhin mit der Vernichtung und setzen alles daran,
eine nukleare Option zu erlangen. Der Oberste Geistliche Führer,
Ali Khamenei, hat erst vor wenigen Wochen erneut den Holocaust in Frage
gestellt. Die Zahl der Hinrichtungen hat dramatisch zugenommen. Auf
Homosexualität steht immer noch die Todesstrafe. Religiöse
und nationale Minderheiten werden diskriminiert und verfolgt.
Gewerkschaften sind verboten und politischen Gegnern wird mit brutaler
Repression begegnet.
Wer mit diesem Regime
Handel treibt, finanziert das iranische Atomprogramm und die
Unterdrückung der iranischen Bevölkerung durch
Holocaustleugner, die Israel mit Vernichtung drohen!
*Laut "Maleki Group" ist
die Teilnahme von Afkhami inzwischen abgesagt.
In
einer
Welt, in der sie nicht nur, wie früher auch schon, mit
gesellschaftlicher
Ohnmacht geschlagen, sondern zum objektiven Anachronismus, zur nur noch
lästigen Erinnerung an Unabgegoltenes wurde, ist kritische Theorie
zur Parodie
ihrer selbst heruntergekommen: Sei es, daß man sie durch mehr
oder minder
redliche akademische Pflege als immer noch bessere Alternative im
Angebot der
Denkstile konserviert; sei es, daß man sie als Statthalter einer
obskuren
intellektuellen Radikalität und Militanz mißversteht, die in
Wahrheit nur als
Obsession ihrer Verfechter existiert; sei es, daß man sie als
Kampfplatz um die
jeweils neuesten geistigen Bekenntnisse und Distinktionen in den Dienst
nimmt.
Nur mehr von marginalen Splittergruppen und aggressiv oder tiefsinnig
herumräsonierenden
Lesekreisen ernst genommen, verliert sie gerade dadurch ihren Ernst und
droht
objektiv kryptisch, zu einer besonders elaborierten Form von
Obskurantismus zu
werden, so daß man, wie Clemens Nachtmann jüngst bemerkte,
versucht ist, von der
Lektüre Adornos abzuraten, weil Einfalt gegenüber dem
Gegenstand offener ist
als solches falsche Verstehen. Durch ihre Popularisierung oder
vermeintliche
Aktualisierung ist dem so wenig abzuhelfen wie durch die immer
beliebtere
sprachliche Übung, die eigene Sprache durch Nachstellung des
"sich"
und frankophone Einsprengsel gerade dann bedeutungsschwer zu
adornisieren, wenn
man dem Gehalt von Adornos und Horkheimers Denken längst
abgeschworen hat.
Demgegenüber sollte daran erinnert werden, wie kritische Theorie
ihren Anfang
nahm: weder als sogenannte kritische Gesellschaftstheorie (die vielmehr
ihre
Schrumpfform ist) noch als Anweisung auf irgendeine Praxis, sondern als
freie,
das heißt der Sache nicht nur verpflichtete, sondern sich ihr
vorbehaltlos
hingebende Reflexion der Erfahrung von Wirklichkeit: in Horkheimers
"Dämmerung", Adornos "Minima Moralia", Benjamins
"Einbahnstraße" und "Berliner Kindheit um 1900" und den
Feuilletons Siegfried Kracauers, mit sogenannten unsystematischen,
gerade darin
aber auf Verbindlichkeit zielenden, in ihrer Subjektivität das
bloß Subjektive
überschreitenden Texten also, denen die Untrennbarkeit von Sprach-
und Denkform
stets gegenwärtig blieb. Vortrag und Buch versuchen diesen
Zusammenhang zu
vergegenwärtigen und auf den Einzelnen zurückzuwenden, weil
nur im Einzelnen,
nicht in durch Bekenntnisse und gegenseitige Verachtung
zusammengehaltenen
Gruppen, die Hoffnung bewahrt bleibt, daß es irgendwann doch
begriffen wird.
In
den Jahren 1969 und 1970 wurden die Bundesrepublik Deutschland und
Westberlin von einer beispiellosen antizionistischen Krawall- und
Terrorwelle überrollt. Die Täter kamen aus dem Umfeld der
Neuen Linken, die ihren zurückhaltenden Proisraelismus nach dem
Sechstagekrieg gegen einen vehementen Antizionismus eingetauscht hatte.
Vor diesem Hintergrund erschien mit Michael Landmanns Buch „Das
Israelpseudos der Pseudolinken“ eine der ersten kritischen
Auseinandersetzungen mit der Israelfeindschaft der Neuen Linken. Mit
ihrer antizionistischen Wende, so Landmann, verwandle sich die
Protestbewegung von einer „echten“ in eine
„Pseudolinke“.
Inzwischen
ist die Neue Linke, auf die sich Landmann bezog, zwar
verdientermaßen marginalisiert. Sie hat ihre Aufgabe – die
Konservierung des Irrsinns von Volk, Ursprünglichkeit und
Unmittelbarkeit in einer Zeit, in der kein großer Bedarf danach
bestand – jedoch erfüllt. So findet sich der Antizionismus
längst nicht mehr nur in linken Klein- und Großsekten wie
die der Linkspartei, dem Freiburger „Café Palestine“
oder der antiimperialistischen Schlägertruppe, die vor einigen
Jahren in Hamburg die Aufführung von Claude Lanzmanns Film
„Pourquoi Israël“ verhinderte. Sondern der
antiisraelische Furor ist im politischen Mainstream angekommen, in dem
die Unterscheidung zwischen „links“ und
„rechts“ ohnehin kaum noch getroffen werden kann. Um die
einschlägigen Stereotypen zu hören, muss kein Vortrag eines
autonomen oder marxistisch-leninistischen Selbstfindungszirkels mehr
besucht werden, sondern es genügt, die „Süddeutsche
Zeitung“ aufzuschlagen oder den Bericht über Israel auf
„3Sat“ zu schauen.
Aus
diesem Grund soll mit Michael Landmann nicht nur einer der ersten
linken Kritiker des neulinken Antizionismus gewürdigt werden.
Vielmehr soll unter Rekurs auf Landmanns Ausführungen von den
Hintergründen des neuen Antisemitismus den Transformationen, die
der Israelhass in den letzten vierzig Jahren durchgemacht hat, und der
Aktualität der Kritik gesprochen werden.
Es sprechen Anja Worm und Jan
Gerber („Materialien zur Aufklärung und Kritik“ Halle/
Saale). Sie sind Herausgeber der Neuauflage von Michael Landmanns
„Das Israelpseudos der Pseudolinken“ (Freiburg: ça
ira Verlag 2013) und Curt Geyer u.a.: Fight for Freedom. Die Legende
vom „anderen Deutschland“, Freiburg (ça ira Verlag)
2009.
Mittwoch, 19.6.13, 20 Uhr, Café KOZ
im Studierendenhaus am Campus Bockenheim der Universität
Frankfurt, Mertonstraße 26-28: "Theorie und Praxis der Erziehung/
Pädagogik und Psychoanalyse" Buchpräsentation mit dem
Herausgeber Rolf Göppel (Heidelberg)
Der österreichische Psychoanalytiker und Reformpädagoge
Siegfried Bernfeld wurde am 7. Mai 1892 geboren. Bernfeld war seit
seinen frühen Jugendtagen als "Schulkämpfer" in Wien ein Mann
voller Phantasie und utopischem Überschwang, ein ausgesprochen
kritischer, streitbarer und scharfer Geist. Als Jude, undogmatischer
Marxist und Anhänger Freuds, der sich in seinem "Sisyphos oder die
Grenzen der Erziehung" (1925) heftig mit dem pädagogischen
Establishment angelegt hatte, blieb ihm eine akademische Karriere
verwehrt. Dennoch wurde er als Theoretiker des Jugendalters, als
Psychoanalytischer Pädagoge und als Begründer des
"Kinderheims Baumgarten" zu einem wichtigen Anreger und wenn man so
will zu einem "Klassiker der Pädagogik".
Der Psychosozial-Verlag Gießen realisiert derzeit unter der
Leitung von Prof. Dr. Ulrich Herrmann (Tübingen), der den Nachlass
von Siegfried Bernfeld verwaltet, eine umfassende
zwölfbändige Werkausgabe der Schriften Siegfried Bernfelds.
Im Frühjahr 2013 erscheint der Band V dieser Werkausgabe mit dem
Titel "Theorie und Praxis der Erziehung / Pädagogik und
Psychoanalyse" in welchem neben dem "Sisyphos" auch zahlreiche bisher
unveröffentlichte Texte Bernfelds erstmals publiziert werden.
Prof. Dr. Rolf Göppel (Heidelberg) ist Mitherausgeber dieses
Bandes und wird über die Konzeption dieses Bandes und die darin
enthaltenen Ideen Bernfelds zum Verhältnis von Psychoanalyse und
Pädagogik, zur Ausbildung von Psychoanalytischen Pädagogen
und zu den Besonderheiten einer psychoanalytischen Kindheitsforschung
berichten.
Veranstalter: Initivative Studierender am IG Farben Campus und
Prozionistische Linke Frankfurt
Unterstützer: AStA der Universität Frankfurt, Jüdischer
Jugend- und Studentenverband Hessen und Bundesverband Jüdischer
Studierender in Deutschland
Während
es üblich geworden ist, innerhalb der Kulturwaren zu
differenzieren, um so deren vermeintliche Freiheitspotentiale zu
entdecken,
läßt sich die Kulturindustrie als das kritisieren, was sie
ist: Produkt und
zugleich Produzentin des falschen Ganzen, als das sie Adorno zu seiner
Zeit
verurteilte. Konnte er jedoch noch damit rechnen, durch
Übertreibung ihre
Wahrheit zu treffen, hat die Kulturindustrie unterdessen ihren eigenen
Superlativismus übertroffen.
Wenn sich die deutsche kulturschaffende
Intelligenz mit demjenigen befaßt,
der die Kulturindustrie
zuallererst auf ihren Begriff brachte, wird es finster im Lande. Mit
dem
hundertsten Geburtstag Adornos im September 2003 war ein gerne
genutzter Anlaß
gefunden, die Kritische Theorie der Gesellschaft auf das eigene Niveau
des
unverbindlichen Geschwätzes herunterzuziehen und den Philosophen
und Soziologen
Adorno zum »Teddie« sowie das bestehende Elend zur besten
aller Welten zu
machen: Kapitalismus, Barbarei, Auschwitz – alles halb so wild
und Adorno ein
unverbesserlicher Pessimist und Miesmacher.
Das kurrente
Philosophiegewerbe ist Teil gerade jener Kulturindustrie, die man
hierzulande
so gerne in den USA am Werke sieht. Der New-Yorker
»Anbruch« registrierte
allerding die deutsche »Adorno-Industrie«, derweil im
»Spiegel« hingegen eitel
Freude darüber herrschte, daß die Feierlichkeiten »nun
auch den privaten
Theodor Wiesengrund-Adorno« in der Vordergund gerückt
hatten. Wird dort Kritik
daran geübt, daß die Appartschiks der Kulturindustrie Adorno
schlicht überrannt
und gefleddert haben, wird hier ein Einvernehmen darüber
hergestellt, daß das
Private offiziell und das Offizielle, alles, was man
›Werk‹ nennen könnte,
privatistische Angelegenheit spinnerter ›Adorniten‹ sei.
Der Vortrag
von Dirk
Braunstein zeigt, wie dieses Einvernehmen hergestellt wird und was das
für die
Kritik der Kulturindustrie im besonderen sowie für
Gesellschaftskritik im
allgemeinen bedeutet.
Dirk Braunstein promovierte über
Adornos Ökonomiekritik, ist
Gastwissenschaftler am Institut für Sozialforschung und lebt in
Bochum.
Der
Band Postnazismus revisited
versammelt Beiträge, die grundlegende Überlegungen zum
Nachleben des
Nationalsozialismus in den
postfaschistischen Gesellschaften anstellen. Sie setzen sich sowohl mit
der
modernisierten Vergangenheitspolitik in Deutschland als auch den
Erfolgen der
FPÖ unter und nach Jörg Haider auseinander. Die Aufsätze
beinhalten Gedanken
zur Kritik des Postnazismus im Zeitalter des Djihadismus und
formulieren eine
Kritik am „Islamophobie“-Begriff vor dem Hintergrund der
Diskussionen über den
norwegischen Attentäter Anders Behring Breivik.
Eine zentrale
These des Bandes lautet, dass eine global orientierte Kritik der
postnazistischen Konstellation konstatieren muss, dass sich das Zentrum
der offenen antisemitischen Agitation nach
1945 von Europa in den arabisch-islamischen Raum verschoben hat.
Nachdem die
Deutschen und ihre Hilfsvölker nicht nur bewiesen hatten, dass man
einen
wahnhaft-projektiven Antikapitalismus bis zum industriell betriebenen
Massenmord steigern kann, sondern auch, dass man dafür selbst nach
der totalen
militärischen Niederlage keine ernsthaften Konsequenzen zu
befürchten hat, kann
gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, was für eine
ungemeine Attraktivität
eine derartig pathologische, sowohl mörderische als auch
selbstmörderische
Krisenlösungsstrategie für antisemitische Massenbewegungen
und Banden in
anderen Weltregionen haben musste.
Clemens
Nachtmanns Beitrag „Von der postnazistischen
Demokratie zum Karneval der Kulturen“ ist eine Anstrengung, der
bundesdeutschen
Gesellschaft, die sich immer weiter vom Tatort ihres
Gründungsverbrechens,
Auschwitz“, entfernt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die
totalitäre
Kulturalisierung aller Lebensbereiche gelegt, vermittels welcher der
postfaschistische „Konsens der Demokraten“ sich
runderneuert präsentiert und
zugleich zu seinen Ursprüngen zurückfindet. Enttäuscht
werden wird, wer sich
eine „klassisch antideutsche“ Tirade gegen Deutschland und
seine angebliche
„Besonderheit“ erhofft: aufgezeigt wird vielmehr, daß
der Begriff des
Postfaschismus schon immer auf eine internationale Konstellation
zielte, die
heute in seiner Verallgemeinerung zu sich kommt.
Stephan
Grigat hat an der FU Berlin promoviert, war Forschungsstipendiat in Tel
Aviv
und ist Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der
Universität Wien.
Clemens
Nachtmann ist Redakteur der Zeitschrift Bahamas
und lebt als Komponist und Dozent für Musiktheorie in Graz.
„Du müßtest nur einmal in die manisch
erstarrten Augen derer sehen, die,
womöglich unter Berufung auf uns selbst, ihre Wut gegen uns
kehren.“[1](T. W.
Adorno)
Am11. September 2012, dem Geburtstag Theodor W. Adornos und
seit
2001 der Tag des bislang schlimmsten islamistischen Terroranschlages,
soll der Philosophin
und Professorin an der Universität Berkeley, Judith Butler, der
Adorno-Preis in
der Frankfurter Paulskirche verliehen werden. Laut dem dafür
zuständigen Kuratorium,
dem u.a. die Oberbürgermeisterin, die Leiter des Instituts
für Sozialforschung und
des Sigmund-Freud-Instituts angehörten, ist
Butler „eine der maßgeblichen Denkerinnen unserer
Zeit“.
Das
ist wahr und gelogen zugleich, präziser noch: es ist wahr, weil es
gelogen ist.
Gelogen – weil der Sachgehalt von Butlers Denken in derart
evidenter und
eklatanter Weise unmaßgeblich ist, daß es sich vorab
verbieten müßte, es in
einem Atemzug mit der kritischen Theorie Adornos zu erwähnen.[2]
Ein Denken nämlich, das erklärtermaßen und für
einen jeden Alphabetisierten
nachlesbar jeden einzelnen Begriff und ausgeführtes Denken erst
recht vorab in
eine übergreifende Ursprungsmacht auflöst, die der
philosophierende Faschist
Heidegger – Butlers denkerische Referenz – das
„Sein“ nannte und die bei Butler
postfaschistisch runderneuert als machtgestützter
„Diskurs“ wiederkehrt; ein
Denken, in dem es folglich keine Differenz, damit aber auch keine
bestimmbare
Vermittlung zwischen Begriff und Sache gibt und das deshalb bereits die
einfachen logischen Formen von Urteil und Kritik, die solcher Differenz
sich
verdanken, aus sich verbannen muß – ein solches Denken hat
es sich mit Fug und
Recht verdient, eine unkritische Theorie par excellence genannt zu
werden.
Butlers
Ansatz, das Denken mithilfe des Denkens
abzuschaffen, hat mit Adornos Versuch, mit dem Begriff gegen den
Begriff um des
Nicht-Identischen willen zu denken, ungefähr soviel zu tun wie
Jean Sibelius
mit klassischer oder Arvo Pärt mit neuer Musik: nämlich gar
nichts. Das
zutiefst Primitive und Gewalttätige von Butlers Unternehmung
manifestiert sich
in der Sprache, die ihr notwendig zu einem gespreizten und gezierten
Jargon
gerät, zu einer Art Ästhetisierung der Behördensprache,
mit deren Hilfe die
bürokratisch-verfügende Selbstauslöschung des Denkens
zum Genuß und inneren
Erlebnis wird. Statt zu erzählen, statt in Begriffen sich
prozessual zu
entfalten und diese im Laufe ihres Fortgangs zu erhellen, ist Butlers
Sprache
schlicht eine Aneinanderreihung von Imponiervokabeln wie
„Performanz“,
„Diskurs“, „Macht“, „Gender“,
„Dekonstruktion“ – allesamt verdinglichte und
appellative Schlagworte, „Tickets“ im Sinne Adornos, deren
Gehalt gleichgültig
ist und die der Philosophin und ihrer Gemeinde vielmehr als
Erkennungszeichen
dafür dienen, daß beide denkerisch up to date sind und zum
Kreis der
Eingeweihten gehören. Butlers affirmative Sprache und ihr
miserabler Stil
hätten allein schon hinreichen müssen, ihr auf keinen Fall
einen Preis zu
überreichen, der nach einem Philosophen benannt ist, der zu den
brilliantesten
Stilisten nicht zuletzt deswegen gehörte, weil er, an Karl Kraus
geschult, nur
zu gut wußte, daß Phrase und Jargon die geistige
Abschlagszahlung auf Gewalt
und Barbarei darstellen.
Aber
seien wir gerecht: die Begründung der Jury ist
nur allzu wahr, in einer Weise allerdings, wie die Juroren es wohl
nicht gemeint
haben – denn in der Tat hat Butler mit ihrem primitiven Denken
und ihrem
schlechten Stil „maßgeblich“ dazu beigetragen, diesen
postmodernen Jargon zu
etablieren, der mittlerweile nicht mehr an der Akademie, wo er alle
Fachbereiche rettungslos durchtränkt hat, gepflegt wird, sondern
von den
Kommandohöhen des Staates bis tief hinunter zu Erna und Otto
Normalvergaser
nachgeplappert wird. Kein Wunder, daß gerade die von Butler
maßgeblich geprägte
„Postmoderne“ zur wahren Popularphilosophie unserer Zeit
avanciert ist – denn
sie hat den Einspruchscharakter des kritischen Denkens aufgegeben und
eignet
sich deshalb bestens als Legitimationsinstrument im
Verdrängungswettbewerb
panischer Subjekte. Was Butler und ihre Brüder und Schwestern im
Geiste von
jedwedem Denken behaupten: daß über dessen Geltung lediglich
das Recht des
Stärkeren entscheidet, weil jegliche „Wahrheit“
bloß ein Jeton im ewigen Kampf
um Benennungsmacht ist – auf ihr
Denken trifft diese These tatsächlich und ganz ungeschmälert
zu.
Ein
Denken, das so konzipiert ist und sich explizit
dazu hergibt, als Beute des Stärkeren zu fungieren, ist aber der
adäquate
geistige Überbau von Rackets, zu denen sich
krisengeschüttelte Subjekte
zusammenrotten, die es danach drängt, unter Berufung auf die
ewigen Ursprungsmächte
ihren Haß auf jedwede Vermittlung an denjenigen auszuagieren, die
traditionell
als Agenten der Vermittlung identifiziert werden. Kein Wunder daher,
daß
Butler, ganz der Logik ihres Denkens folgend, für die schlimmsten
unter diesen
Banden nichts als Solidarität und Empathie übrig hat:
“Yes,
understanding Hamas, Hezbollah as social movements that are
progressive, that
are on the Left, that are part of a global Left, is extremely
important.”[3](J. Butler)
Hamas
und Hisbollah sind antisemitische Terrorbanden, deren Ziel es ist
Israel zu
zerstören: Butler
weiß das, sonst müßte sie nicht dafür werben,
sie endlich als „soziale Bewegungen“ anzuerkennen. Dabei
ist es aber keineswegs
so, daß sie das mörderische Treiben von Hamas und Hisbollah
um des „Sozialen“
willen nur billigend in Kauf nimmt – ihre eigenen politischen
Aktivitäten
sprechen vielmehr dafür, daß sie im Töten von Juden den
eigentlich progressiven
sozialen Gehalt dieser Banden erblickt, weil er die praktische
Umsetzung dessen
ist, was sie einstweilen nur ideologisch propagiert: die
Delegitimierung
Israels. Anstatt nämlich gegen die tatsächliche
Unterdrückung etwa von Frauen
und Schwulen in arabischen Ländern zu agitieren, hetzt sie gegen
Israel als ein
angebliches „Apartheidsregime“, wie es in Südafrika
bestand[4],
unterstützt das Russell-Tribunal on Palestine[5]
und wirft Israel „Pinkwashing“ vor: Die Unterstützung
der Rechte von
Homosexuellen allein der Propaganda wegen.[6]Den
War on Terror
nach dem 11. September vergleicht sie mit dem Krieg der Nazis gegen die
Juden [7]
und empört sich über die Tötung Bin-Ladens.[8]
Sie publiziert auf der antisemitischen Homepage Mondoweiss[9]und ist eine der prominentesten
Aktivistinnen der
Campaign of Boycotts, Divestment and Sanctions against Israel, der
sogar ausgewiesene Israel-Hasser wie Noam Chomsky oder Norman
Finkelstein
mittlerweile Antisemitismus vorwerfen.[10]Innerhalb
dieser
Kampagne ruft sie ganz unverhohlen zu einem Boykott der akademischen
und
kulturellen Institutionen des jüdischen Staates auf und
unterstützt durch die
Forderung auf Rückkehr aller palästinensischen
Flüchtlinge, die geplante
Zerstörung des jüdischen Staates.[11]
Dies propagiert sie dann bei Gastauftritten u.a. an der
palästinensischen Bir Zeit
Universität, wo sonst Terroristen rekrutiert und geehrt werden[12]
oder in einer Traueranzeige im International Herald Tribune am
israelischen
Unabhängigkeitstag.[13]
„Wir
machen uns
schreckliche Sorgen wegen Israel. (…) Man kann nur hoffen, dass
die Israelis
einstweilen immer noch militärisch den Arabern soweit
überlegen sind, dass sie
die Situation halten können.“[14](T. W.
Adorno)
Es ist
sehr einfach: es ist der blanke Hohn, einer
Denkerin, die sich für den Boykott des jüdischen Staates
engagiert und zu
diesem Zweck mit antisemitischen Terrorbanden fraternisiert, einen
Preis zu
verleihen, der nach jemand benannt ist, dessen Denken wie kein anderes
die
unbedingte Gegnerschaft zum Antisemitismus und zum antijüdischen
Terror
vertritt und
für den
deswegen die Existenz Israels als "Heimstätte zahlloser vor dem
Grauen
geflohener Juden" (T.W. Adorno) und damit auch die Notwendigkeit seiner
bewaffneten Selbstbehauptung außer Frage stand, d.h. niemals
Verhandlungsgegenstand eines sogenannten "Diskurses" war.
Initiative
„Adorno gegen seine Preisträger verteidigen!“
[1]Adorno in einem Brief
an Marcuse,
indem er sich auf das Niederbrüllen des israelischen Botschafters
durch
Studenten an der Universität Frankfurt bezieht. Kraushaar (Hrsg.)
1998:
Frankfurter Schule und Studentenbewegung. Bd. 2, 652
[2] Ebenso wie andere
Preisträger und
Israel-Hasser vor ihr, z.B. Jean-Luc Godard:http://jungle-world.com/jungleblog/1779/
Alex Gruber: Zur Austreibung des Objekts - Judith Butlers postmoderne
Affirmation des Bestehenden
Was Adorno in Bezug auf die
Semantik der analytischen Philosophie, an die Judith Butler etwa in
"Haß spricht" kritisch anschließt, bezogen feststellt, gilt
in verstärktem Maße auch für die Diskurs- und
Anredetheorie der poststrukturalistischen Denkerin: Ihre isolierende
Sprachkritik ist durch den Charakter des Fetischismus bestimmt. Butler
glaubt im Rückgriff auf John L. Austins Sprechakttheorie, dass
„Trübungen und Trugtendenzen, die an der Sprache zu
beobachten sind“ in der zum Diskurs ontologisierten Struktur der
Sprache angelegt sind, „anstatt dass die Worte stets gesehen
werden als ein Wechselspiel, als ein Kraftfeld zwischen dem was sie in
der Sprache sind, und dem was sie bedeuten, was eben die reale
Gesellschaft ist“ (Adorno). Vielmehr ist von Butler das
Kommunikationsmittel Sprache gleichsam absolut gesetzt; so absolut dass
sie keinerlei Gegenständlichkeit außerhalb der Sprache
gelten lassen und jede Annahme eines Außersprachlichen als
unzulässige Essentialisierung oder Substantialisierung austreiben
möchte. Diese dekonstruktivistische Jagd auf den Vorrang des
Objekts ist es zugleich auch, worin jenes Drängen zur Praxis
fundiert ist, welches Judith Butlers Theorie charakterisiert und ihr
das Flair der Kritikerin verschafft - während es doch nur die zur
Tat schreitende Verdopplung der gesellschaftlichen Naturbeherrschung
darstellt.
Magnus Klaue: Leib ohne Gewicht - Judith Butlers Körperpolitik
Zu Beginn ihres Buches "Das Unbehagen der Geschlechter" stellt Judith
Butler ausdrücklich fest, sie verstehe sich nicht als
"Feministin". Feminismus ist für sie Ausdruck einer repressiven
"Identitätspolitik", die letztlich nichts anderes als die
Durchsetzung schnöder Interessen betreibe und die einzelnen Frauen
zu diesem Zweck auf ein gemeinsames, vermeintlich ontologisches Prinzip
des "Frauseins" verpflichte. Butler selbst setzt dem jedoch keinen
Begriff von Individualität entgegen, der über die Ontologie
des Geschlechtscharakters hinausweist, sondern plädiert in letzter
Konsequenz für den Rückbau selbst noch der Residuen von
Individualität, die im bürgerlichen Geschlechtscharakter
angelegt sind, zugunsten einer partikularistischen "Vielheit" fluider
Rollenmuster. Die regressiven Implikationen dieser "Körperpolitik"
lassen sich besonders anschaulich an Butlers Exorzismus des
Leibbgeriffs zeigen: Indem sie den pauschal als theologisch oder
zumindest metaphysisch denunzierten Begriff des Leibs zugunsten eines
als krudes Material gesellschaftlicher Zurichtung aufgefassten
"Körpers" preisgibt (geschlechtertheoretisch zeigt sich dies an
der Ersetzung des Sexus durch "Gender"), tilgt sie jede
Möglichkeit der reflektierenden Erinnerung an die erste Natur im
Menschen durch blinde Affirmation der zweiten Natur, der auch
ausgeliefert sei, wer der schlechten Vergesellschaftung widerstehen
wolle.
„Du
müßtest nur einmal in die manisch erstarrten Augen derer
sehen, die, womöglich unter Berufung auf uns selbst, ihre Wut
gegen uns kehren.“ (T. W. Adorno)
Am 11. September 2012, dem Geburtstag Theodor W. Adornos und seit 2001
dem Tag des bislang schlimmsten islamistischen Terroranschlages, soll
der Philosophin und Professorin an der Universität Berkeley,
Judith Butler, der Adorno-Preis in der Frankfurter Paulskirche
verliehen werden. Laut dem Kuratorium, dem u.a. die
Oberbürgermeisterin, die Leiter des
Instituts für
Sozialforschung und des Sigmund-Freud-Instituts angehörten, eine
der maßgeblichen Denkerinnen unserer Zeit.
“Yes, understanding Hamas, Hezbollah as social movements that are
progressive, that are on the Left, that are part of a global Left, is
extremely important.” (J. Butler)
Hamas und Hisbollah sind antisemitische Terrorbanden, deren Ziel es
ist, Israel zu zerstören. Butler bevorzugt jedoch, Israel mit der
Apartheid in Südafrika zu vergleichen, anstatt die
tatsächlich undemokratischen und Minderheiten unterdrückenden
arabischen Nachbarstaaten und Rackets anzugreifen. Den War on Terror
nach dem 11. September vergleicht sie dafür mit dem Krieg der
Nazis gegen die Juden, so daß aus den eigentlichen
antisemitischen Tätern die „Juden von heute“ werden.
Butler ist zudem eine der prominentesten Aktivistinnen der Campaign of
Boycotts, Divestment and Sanctions against Israel. Innerhalb dieser
Kampagne ruft sie ganz unverhohlen zu einem Boykott der akademischen
und kulturellen Institutionen des jüdischen Staates auf und
unterstützt durch die Forderung nach Rückkehr aller
palästinensischen Flüchtlinge die geplante Zerstörung
des jüdischen Staates. Adorno musste vor dem Boykott und der
Verfolgung der Juden durch die Nazis fliehen, um der Ermordung zu
entgehen. Butler unterstützt heute den Boykott des jüdischen
Staates und verharmlost Gruppen, deren Ziel es ist, möglichst
viele Juden zu töten. So jemandem darf kein Preis verliehen
werden, der nach einem Philosophen benannt ist, welcher wie kein
anderer für die Kritik des antisemitischen Terrors steht.
„Wir machen uns schreckliche Sorgen wegen Israel. (…) Man
kann nur hoffen, dass die Israelis einstweilen immer noch
militärisch den Arabern soweit überlegen sind, dass sie die
Situation halten können“ (T. W. Adorno)
Veranstalter: Bündnis
"Kein Adorno-Preis für Judith Butler!"
"Geschlecht & Familie" - 5.
Jahrestagung der Gesellschaft für Psychoanalytische Sozialpsychologie
im Studierendenhaus der Universität Frankfurt, Mertonstraße 26-28, 01.-
03.12.17. [mehr]
"Angst erleben. Herausforderungen und Bewältigungsmöglichkeiten im pädagogischen Alltag"
- 17. Fachtagung des Frankfurter Abreitskreises für Psychoanalytische
Pädagogik an der Universität Frankfurt, Campus Westend,
Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 11.11.17. [mehr]
"Überbrückungsarbeit und pädagogische Kreativität" -
Vortrag von Dr. Gabriele Frenzel. Veranstaltung des Frankfurter
Arbeitskreises für Psychoanalytische Pädagogik im
Sigmund-Freud-Institut, Myliusstraße 20, Frankfurt, 29.09.17, 19 Uhr. [mehr]
Nachruf Prof. Dr. Annelinde Eggert-Schmid Noerr [mehr]
"Nie wieder Judenhass! Am Israel Chai!" -
Kundgebung gegen die Konferenz "50 Jahre israelische Besatzung" im
Ökohaus, Kasseler Straße 1a, Frankfurt, 09.06.17, 18:30 Uhr. [mehr]
"Trumps Amerika, Israel und das Unbehagen Deutsch-Europas" - Veranstaltung der Gruppe Thunder in Paradise im Café KoZ, Mertonstraße 26-28, Frankfurt, 23.05.17, 19 Uhr. [mehr]
"Israeltag 2017" - Veranstaltung von I Like Israel an der Hauptwache in Frankfurt, 23.05.17, 12 - 19 Uhr. [mehr]
"Entgleisende Kinder, rivalisierende Mitschüler, entmutigte Schulen? Inklusion auf dem Prüfstand." -
Vortrag von Bernadette Neuhaus. Veranstaltung des Frankfurter
Arbeitskreises für Psychoanalytische Pädagogik im
Sigmund-Freud-Institut, Myliusstraße 20, Frankfurt, 21.04.17, 19 Uhr. [mehr]
"Die psychoanalytische, therapeutische Arbeit an einer Schule für unbeschulbare Kinder und Jugendliche" -
Vortrag von Jochen Raue. Veranstaltung des Frankfurter Arbeitskreises
für Psychoanalytische Pädagogik im Sigmund-Freud-Institut, Myliusstraße
20, Frankfurt, 17.02.17, 19 Uhr. [mehr]
"Mythos Aufklärung?" - 4.
Jahrestagung der Gesellschaft für psychoanalytische Sozialpsychologie
im Studierendenhaus der Universität Frankfurt, Mertonstraße 26-28, Frankfurt, 02.12.16 -
04.12.16. [mehr]
"Beeinflussen Geschlechtsstereotype Leistung?"
- Vortrag von Johanna Hermann. Veranstaltung des Frankfurter Arbeitskreises für
Psychoanalytische Pädagogik im Sigmund-Freud-Institut, Myliusstraße 20, Frankfurt, 04.11.16, 19
Uhr. [mehr]
"Antisemitismus bei Hamas, Al Qaida und Islamischer Staat" -
Vortrag vo Michel Wyss. Veranstaltung des Jungen Forum der DIG
Frankfurt in Raum PEG 1.G150, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, Campus Westend
der Universität Frankfurt, 27.10.16, 19 Uhr. [mehr]
"Feindanalysen. Zur islamistischen Gewalt" -
Veranstaltungsreihe der Gruppe Thunder in Paradise im Café KoZ,
Mertonstraße 26-28, Frankfurt, 18.10. - 08.11.16, 18 Uhr. [mehr]
"Der andere Kommunismus" - Veranstaltungsreihe der JungdemokratInnen / Junge Linke - Rheinland_Pfalz, Walpodenstraße 10, Mainz, 17.10. - 19.12.16. [mehr]
"Die kurdische Frage und Israel" -
Vortrag von Ali Ertan Toprak. Veranstaltung des Jungen Forum der DIG
Frankfurt im Saalbau Gallus, Frankenallee 111, Frankfurt, 17.10.16, 19
Uhr. [mehr]
"Wie kritisch ist Critical Whiteness? Zur Kritik des neueren Antirassismus" - Vortrag von Klaus Bless im Café Kurzschlusz, Kleiststraße 5, Campus der Fachhochschule Frankfurt, 11.10.16, 20 Uhr.
Vertreter der Critical Whiteness (CW),
der Kritischen Weißseinsforschung, haben in zentralen Punkten Recht.
So ist es wichtig, zu lernen, auch bei weißen Antirassisten
vorhandene, oft unbewusste rassistischen Stereotype selbstkritisch zu
erkennen und wahrzunehmen und nicht mit der bequemen Floskel, alle
Menschen seien gleich und man selber habe mit rassistischen
Einteilungen nichts zu tun, zu übertünchen.
Jedoch sind –
im Gegensatz zum Anspruch der CW-Anhänger, etwas Neues in den
antirassistischen Diskurs eingebracht zu haben – derartige
Forderungen nach selbstkritischer Reflexion nicht ihre Erfindung,
sondern waren zuvor schon Bestan...dteil der Rassismuskritik. Die
Behauptung, bis dato übersehene Lücken und blinde Flecken im
antirassistischen Diskurs erstmals sichtbar gemacht zu haben, dient
den CW-Vertretern dazu, ihren Ansatz als originell zu verkaufen.
CW
lässt sich zunächst einmal zugute halten, den Blick hierauf erneut
geschärft zu haben. Doch bleiben einflussreiche Teile der CW nicht
bei der Analyse subtiler rassistischer Strukturen stehen, sondern
fallen im Gegenteil hinter die emanzipatorischen,
herrschaftskritischen Ansätze des klassischen Antirassismus zurück:
Sie führen durch die Hintertür biologistische Kategorien wieder
ein. Weiße sind nach ihrem Verständnis an sich in einer
privilegierten Situation. Ihnen wird das Recht abgesprochen, aus sich
heraus eine kritische Position zum Rassismus einzunehmen. Die
Definitionsmacht, was rassistisch ist und was nicht, wird
ausschließlich Menschen nichtweißer Hautfarbe, den „People of
Color“, zugestanden. Deren Definitionen dürfen nicht kritisch
hinterfragt werden, Weiße müssen sich ihren Urteilen bedingungslos
unterwerfen. Doch „People of Color“, etwa Flüchtlingsaktivisten,
die mit der CW-Ideologie nicht vertraut sind und deren Jargon nicht
kennen, werden ebenfalls gemaßregelt und auf die Sprachregelungen
der CW verpflichtet.
Der Vortrag setzt sich vor allem mit
dieser Rückkehr biologistischer Kategorien im Gewand des
Antirassismus auseinander, als einem Rassismus mit umgekehrtem
Vorzeichen. Diese Ausformung von CW wird als Neuauflage des
Kulturrelativismus im modernen Gewand analysiert. Denn
Kulturrelativisten schreiben bereits seit Jahrzehnten
„nichtwestlichen“ Lebensweisen einen positiven Wert an sich zu,
unabhängig davon, was diese Kulturen an Unterdrückungsstrukturen
für ihre „ihre Mitglieder“ beinhalten.
Veranstalterin: S.I.C.K. / FH
FFM, "autonome liste café kurzschlusz" mit freundlicher Unterstützung
des Referats für politische Bildung des AStA der Universität Frankfurt
und der JungdemokratInnen / Junge Linke - Rheinland_Pfalz.
"Der globalisierte Rückfall in die Mythologie und Perspektiven universaler Emanzipation im 21. Jahrhundert" - Vortrag von Martin Dornis, Seminarhaus SH 1.105, Campus Westend der Universität Frankfurt, 21.07.16, 20 Uhr. [mehr]
"Das ideologiekritische Potential der Sirenenepisode" - Vortrag von Micha Böhme, Seminarhaus SH 2.105, Campus Westend der Universität Frankfurt, 20.07.16, 20 Uhr. [mehr]
"Wer wandelt sich durch Annäherung?" -
Der Teheraner Antisemitismus nach dem Atomdeal. Vortrag von Andreas
Benl im Café Kurzschlusz an der Fachhochschule, Kleiststraße 5,
Frankfurt, 28.06.16, 20 Uhr. [mehr]
"Der ewige Sündenbock" -
Lesung mit dem Autor Tilman Tarach im I.G. Farben-Haus der Universität,
Norbert-Wollheim-Platz, Frankfurt, 26.06.16, 19:30 Uhr. [mehr]
"Mahnwache für die Opfer von Orlando" - Klaus-Mann-Platz, Frankfurt, 14.06.16, 18 Uhr. [mehr]
"Antisemitismus in Europa" - Veranstaltungsreihe der jungdemokrat_innen / junge linke - rheinland_pfalz in Mainz, 01.06.16 - 11.08.16, 19 Uhr. [mehr]
"Angst - Psychoanalytische Perspektiven" - Aloys-Leber -Vorlesungen 2016 an der Universität Frankfurt, 18.05.16 - 29.06.16, 19 Uhr. [mehr]
"Geschlechterbilder - Empirische Forschung und psychoanalytische Betrachtung" -
Veranstaltung des Frankfurter Arbeitskreis für Psychoanalytische
Pädagogik im Hörsaal des Sigmund Freud Institut, 27.05.16, 19 Uhr. [mehr]
"20 Jahre Bahamas" - Jubiläumsparty in Berlin-Neukölln, 19.03.16, 21 Uhr. [mehr]
"RotZSchwul. Der Beginn einer Bewegung" - Veranstaltung im Café Kurzschlusz der FH Frankfurt, 26.01.16, 20 Uhr. [mehr]
"Grenzen und
Widerstände" - 3.
Jahrestagung der Gesellschaft für psychoanalytische
Sozialpsychologie im Studierendenhaus des AStA der Universität
Frankfurt, 11./12.12.15. [mehr]
"Unheimlich verlockend" - Tagung des Frankfurter Arbeitskreis
für Psychoanalytische Pädagogik an der Universität
Frankfurt, 14.11.15, 9 Uhr. [mehr]
"Say it loud! Say it clear! Refugees are welcome here!" - Veranstaltung der Projektgruppe M 16.
Anschließend Soli-Party für das "Project.Shelter" im
Café Kurzschlusz der FH Frankfurt, 16.10.15, 18 Uhr. [mehr]
"L'Allemagne? Plus jamais!" (M. Dietrich) - Podiumsdiskussion
mit Thomas
Kieseritzky und Detlef zum Winkel. Anschließend: DJ-Kollektiv
Baszshmoks. Café Kurzschlusz der FH Frankfurt, 02.10.15, 20 Uhr.
Für die offiziellen Feierlichkeiten anlässlich der
sogenannten Wiedervereinigung, die dieses Jahr in Frankfurt stattfinden
werden, hat man sich ein besonders zynisches Motto einfallen lassen:
„Grenzen überwinden“: Den Flüchtenden
nämlich, die unter Lebensgefahr die EU-Außengrenze zu
überwinden suchen, steht eine europäische Abschottungspolitik
im Wege. Wer den Weg nach Deutschland doch überlebt hat, erlebt
einen deutsch - europäischen Hegemon, von Teilen dessen
Staatsvolkes fast tagtäglich Asylbewerberheime angegriffen werden
und dessen politische Klasse sich bemüht, das Asylrecht weiterhin
samt den dazugehörigen ‚Objekten‘ hinter die
Außengrenzen der EU zu ‚exportieren‘.
Fast zwangsläufig drängen sich hier Bilder aus der Zeit eines
enthemmten, wiedervereinigten ‚Wir-sind-das‘–Volk
nach dem Mauerfall auf: auch damals stand eine rassistische
Pogromstimmung in Zusammenhang mit einem so genannten Asylkompromiss,
und auch damals war es eine verschwindend kleine Minderheit, die sich
gegen ein weltpolitisch erstarkendes Deutschland und gegen jeden
positiven Bezug auf die Nation stellte.
Doch was hat Deutschlands gnadenlose Austeritätspolitik im Jahre
2015 mit der Furcht vor einem Vierten Reich zu tun, die die Radikale
Linke auf der „Nie-Wieder-Deutschland“-Demo vor 25 Jahren
in Frankfurt auf die Straße trieb? Kann man die Schlagworte
Hoyerswerda und Lichtenhagen mit Freital und Heidenau in Verbindung
bringen? Hat die von den Deutschen leidenschaftlich betriebene
„Israelkritik“ etwas mit der neuen Identifikation mit der
‚wiedervereinigten‘ Nation zu tun?
"Kein Al-Quds-Tag in
Frankfurt!" - Kundgebung am
Hauptbahnhofsvorplatz, 11.07.15, 14.45 Uhr. [mehr]
"Israelhass
- ein Bildungsangebot der GEW Hessen" - Ein offener Brief des BgA-Kassel an die
GEW Hessen, 18.05.15. [mehr]
"Reflexivität und Erkenntnis" - Vortragsreihe der Frankfurter Assoziation
für psychoanalytisch-reflexive Sozialpsychologie an der
Universität Frankfurt vom 06.05.15 -
15.07.15. [mehr]
"Gerettet,
aber nicht befreit?" - 3.
Tagung Szenisches Erinnern der Shoah an der Fachhochschule Frankfurt,
08./09.05.15. [mehr]
"Gedenkveranstaltung zu Ehren von Prof. Dr. Aloys Leber" - Universität Frankfurt, 25.04.15,
13.30 Uhr. [mehr]
"Das Unbehagen in der Zivilisation" - Bahamas-Konferenz an der Humbolt
-Universität Berlin, 06.12.14, 11 Uhr. [mehr]
"Generativität in der Krise"
- Zweite Jahrestagung der
Gesellschaft für psychoanalytische Sozialpsychologie an der
Universität Frankfurt am 05./06.12.14. [mehr]
"Beratung
und Gesprächsführung in kontextuellen Bezügen" -
Vortragsreihe des Frankfurter Arbeitskreis für Psychoanalytische
Pädagogik vom 28.11.14 - 24.04.15. [mehr]
"40 Jahre Freie Schule Frankfurt"
- Ringvorlesung an der Universität Frankfurt vom 21.11.14 -
06.03.15. [mehr]
"Elemente des
Antisemitismus" - Veranstaltungsreihe an der Universität
Frankfurt vom 19.11.14 - 04.02.15. [mehr]
"Alfred
Sohn-Rethel zur Einführung"
- Vortrag und Workshop in Frankfurt am 06./07.11.14. [mehr]
"Warum Israel" -
Veranstaltungsreihe an der Universität Frankfurt vom 08.10.14
bis 12.11.14. [mehr]
"Es gibt kein
Menschenrecht auf Israelkritik!" - Demonstration vor der Mensa
der Universität Köln, 06.09.14, 15 Uhr. [mehr]
"Stimme erheben! Nie wieder Judenhass!" -
Kundgebung auf dem Römerberg in Frankfurt, 31.08.14, 15 Uhr. [mehr]
"Rechte hat Shylock. Der Jude fast als Bürger in Shakespeares
Kaufmann von Venedig" -
Vortrag von Dirk Braunstein im Café KoZ, Mertonstraße 26,
Frankfurt, 22.08.14, 19 Uhr. [mehr]
Kundgebung
gegen "Free
Palestine"-Demonstration! Veranstalter: Bündnis gegen
Antisemitismus und Antizionismus, Ort: Marktplatz Gießen, Zeit:
26.07.14, 14 Uhr. [mehr]
"We
stand with Israel!"
- Zentrale Kundgebung vor der Alten Oper in Frankfurt, 17.07.14, 15
Uhr. [mehr]
Schweigemarsch zum Gedenken
an Eyal, Naftali und Gilad! Konstablerwache,
Frankfurt,
02.07.14,
18 Uhr. [mehr]
"Freud und Adorno" -
Buchvorstellung mit Christine Kirchhoff und Falko Schmieder im
Café KoZ, Mertonstraße 26, Frankfurt, 02.07.14, 18
Uhr. [mehr]
"Darum negative Dialektik" - Buchvorstellung mit dem
Autor Thomas Maul im Café KoZ, Mertonstraße
26, Frankfurt, 23.06.14, 19 Uhr. [mehr]
"Anfänge der Dialektik in
Marx Kritik der politischen Ökonomie" - Zweitägiger Workshop mit Hans-Georg
Backhaus, Frankfurt, 21./22.06.14. [mehr]
"Bring back our boys"
- Flashmob am Nibelungenplatz, Frankfurt, 20.06.14, 14 Uhr. [mehr]
"Flagge zeigen gegen
Antisemitismus" - Flashmob an der Hauptwache, Frankfurt,
02.06.14, 18.30 Uhr. [mehr]
"Der 'Arabische Frühling' und das iranische Regime" - Vortrag mit Stephan Grigat im
Café KoZ, Mertonstraße 26, Frankfurt, 24.02.14. [mehr]
Jahrestagung der Gesellschaft für psychoanalytische
Sozialpsychologie, Studierendenhaus
der Universität Frankfurt, 13./14.12.13. [mehr]
"Outsourcing des Staates. Direkte Demokratie als permanente
Mobilmachung." -
Vortrag mit Clemens, 06.12.13. [mehr]
"Neue Störungsbilder - Mythos oder Realität." - Fachtagung des Frankfurter
Arbeitskreises für Psychoanalytische Pädagogik,
Universität Frankfurt, 16.11.13. [mehr]
"Elemente des
Antisemitismus" - Transdisziplinäre Veranstaltungsreihe vom
04.11.13 - 12.02.14 an der Universität
Frankfurt. [mehr]
"Adolf Hitler, der unmittelbare allgemeine Deutsche. Über die
barbarische Dialektik der Souveränität." - Vortrag mit Joachim Bruhn,
24.10.13. [mehr]
Gegenuni: Theorie Praxis Party-
Institut für vergleichende Irrelevanz, 10.06.-22.06.13,
Universität Frankfurt a. M. [mehr]
1. Mai Frankfurt a. M. - Stürmische Zeiten! Naziaufmarsch
verhindern - Befreite Gesellschaft erkämpfen! [mehr]
Keine Bühne für das iranische Regime!
Kein Platz für Antisemiten und die Mörder der iranischen
Opposition auf der Buchmesse!
Mi.,
10.10.12, Ludwig-Ehrhard-Anlage (gegenüber Messe
City-Eingang), Infotisch: 8:30-16:00 Uhr, Kundgebung: 13:00
Veranstalter: STOP
THE BOMB
Unterstützer: Prozionistische Linke u.a. [mehr]
Butler rennt - Text von Matthias Küntzel, 13.09.12 [mehr].
"Kein Adorno-Preis für Judith Butler" - Video-Aufzeichnung der
Kundgebung am 11.09.12 vor der Frankfurter Pauslkirche [mehr].
Hinter dem Ruf nach kommunikativer Verständigung verschanzen sich
die Vollidioten -
Redebeitrag der Gruppe Morgenthau auf der Kundgebung "Kein Adorno-Preis
für Judith Butler" am 11.09.12 [mehr].
Judith Butler und der neue
antijüdische Diskurs - Redebeitrag von Matthias
Küntzel auf der Kundgebung "Kein Adorno-Preis für Judith
Butler" am 11.09.12 [mehr].
Hat sich Butler neu
positioniert? -
Text von Matthias Küntzel, 07.09.12 [mehr].
Kein
Objekt nirgends. Judith Butler, Adorno und Israel - Text von Alex Gruber und Tjark
Kunstreich in der Jungle World, 06.09.12 [mehr].
Ein schlechter Scherz: Adorno, Butler & der
Zionismus -
Text von
Stephan Grigat zur Preisverleihung an Judith Butler, 31.08.12 [mehr].
Judith Butler, the Adorno Prize and the Moral State of the "Global
Left" - Reflections
from Richard Landis, member of SPME, 31.08.12 [more].
SPME zur Erwiderung von Judith Butler auf die SPME-Erklärung, 31.08.12 [mehr].
SPME-Erklärung zur Verleihung des Adorno-Preises an Judith Butler, 14.08.12 [mehr].
Kalkulierte Kränkung - Zur Verleihung des Adornopreises an Judith
Butler - Text der
Association Antiallemande Berlin, 08.08.12 [mehr].
Never mind the Adorno, here's the Judith Butler - Text der Gruppe Morgenthau,
08.08.12 [mehr].
Die
Hisbollah wurde Anfang der 80er Jahre im Libanon während des
libanesischen Bürgerkriegs und des israelischen Libanonkriegs
gegründet. Sie ist der bislang einzig erfolgreiche "Export"
der islamischen Republik Iran, als deren verlängerter Arm im
Kampf gegen Israel und den Westen die weltweit
agiert. Sie hat für islamistische Organisationen immer wieder
Maßstäbe gesetzt. Ihr Generalsekretär Hassan Nasrallah
war lange der populärste Führer im Nahen
Osten, über den Hisbollah-Fernsehsender Al-Manar werden seine
Reden weltweit ausgestrahlt. Doch auch die „Partei Gottes“
wurde durch die Umbrüche in der arabischen Welt
erschüttert, wo plötzlich die Bilder und Fahnen
Nasrallahs, Assads und der Islamischen Republik Iran brannten. Dabei
hat Hisbollah sich nicht gewandelt, sondern im Gegenteil die
mörderische und selbstdestruktive Dynamik des "Widerstands"
gegen Israel konsequent weiterverfolgt. Die
„Befreiungsbewegung“ ist dadurch selbst zur
größten Gefahr für den Libanon geworden, die oft
prognostizierte demokratische Integration der Islamisten ist vollkommen
gescheitert, und der nächste Krieg mit Israel mit noch viel
größeren Verwüstungen als 2006 wird nicht zuletzt durch
die Krise um das iranische Atomprogramm immer wahrscheinlicher.
Jonathan Weckerle ist
Politikwissenschaftler und Autor aus Berlin. Er ist Sprecher der
Kampagne STOP THE
BOMB, Mitglied im Mideast Freedom Forum Berlin und schreibt u.a.
für Konkret, Jungle World, Tagesspiegel, Iz3W und Phase2.
Die Revolte der Enthemmten - Konferenz der Redaktion Bahamas am
25./26.05. in Berlin. [mehr]
Israeltag 2012 - Mo., 14.04., 13.00 - 18.30 Uhr am
Börsenplatz 4 in Frankfurt a. M. [mehr]
"Frieden durch Sicherheit -
Sicherheit durch Frieden" - 2. Deutscher Israel-Kongress
im Congress Center, Ludwig-Erhard-Anlage 1, Frankfurt a. M. am
22./23.10.11. [mehr]
"Die Kunst
der Freiheit. Autonomie und Engagement nach Sartre und
Adorno" -
Konferenz der
Sonntagsgesellschaft im Institut
Francais de Vienne und der Volkshochschule Hietzing in Wien vom
30.09.-02.10.11.[mehr]
"Ein
denkwürdiger Geburtstag: Gilad wird 25" -
Kundgebung der Pro-Israel-Initiative "Never again" auf dem
Maria-Rubens-Platz in Siegen am So., 28.08.11, 15 Uhr.[mehr]
"Die
Bedeutung des Staates Israel für die jüdische
Diaspora" -
Vortrag von Dr. Shear-Yashuv aus Jerusalem am IG Farben Campus der
Universität Frankfurt, Hörsaalzentrum HZ
4, Mo., 27.06.11,
20 Uhr.
Veranstaltung der Zionistischen Organisation Frankfurt mit
Unterstützung der Initiative Studierender am IG Farben Campus
und
der Prozionistischen Linken Frankfurt. Israel-Tag
2011 -
Fest der DIG Frankfurt auf dem
Rossmarkt in Frankfurt am Di., 10.05.11, ab 12 Uhr.[mehr]
"Keine
Geschäfte mit den iranischen Mullahs"-
Kundgebung der Initiative "Never again" und der Kampagne "Stop the
bomb" vor der Firma Bergrohr in der Siegstraße 70 in
Siegen-Weidenau am Sa., 22.01.11, 14 Uhr.[mehr] "Auf den
Abi gekommen" -
Floris Biskamp auf der Achse des Guten zu einer Veranstaltung der GEW
am 25.11.10. mit Abraham Melzer in Frankfurt, 24.11.10.[mehr]
"Die
Schande des 09.11. in Frankfurt" - Ein Teilnehmer
berichtet, Henryk M. Broder antwortet. Text auf die Jüdische
vom 11.11.10.[mehr]
"Selbstgespräch
mit
Kronzeuge" -
Text von Lizas Welt zur Einladung von Alfred Grosser
als Redner zur Gedenkveranstaltung zum 9.
November in die Frankfurter Paulskirche, 06.11.10. [mehr]
"Freidenker
auf Linie" -
Claudio Casula auf dem Blog Spirit of Entebbe zum offenen Brief des
Deutschen Freidenker Verbandes an die Teilnehmer des Israelkongresses,
25.11.10. [mehr]
Presse über den Israelkongress.[mehr] So.,
31.10.10, 12 Uhr: 1.
Deutscher Israelkongress. Ort: Saalbau Titus-Forum,
Walter-Möller-Platz 2, Frankfurt. [mehr]
Eight year of Wiesenthal Center
chasing hate from Frankfurt book fair. [more]
"Solidarität für Gaza-Gefangene. Pro-Israel-Aktivisten
erinnern an das Schicksal von Gilad Shalit." Artikel aus
der Frankfurter Rundschau vom 02.09.10.[mehr]
Do., 29.07.10, 13.30
Uhr: Demonstration für Gilad Shalit! Ort:
Vor den Büros des Internationalen Roten Kreuzes in der
Mendelsohnstraße 78 in Frankfurt. [mehr]
Solidarität
mit Israel - Linke Gruppen demonstrieren gegen die Gaza-Flottille." Artikel aus der
Jüdischen Allgemeinen Wochenzeitung vom 24.06.10.[mehr]
Di., 29.06.10, 20 Uhr: Der
deutsch-europäische Antiimperialismus, die "Junge Welt" und
die Islamische Republik Iran - Vortrag von
Danyal (Hamburg) vom Blog Cosmoproletarian
Solidarity
organisiert von der Antideutschen Koalition Rhein/Main im IvI,
Kettenhofweg 130, Frankfurt. [mehr]
Sa.,
19.06.10, 19 Uhr: "Nichts gelernt und nichts vergessen - Geschichte und
Zukunft des Antizionismus in Deutschland" Vortrag und
Diskussion
mit Joachim Bruhn (Initiative
Sozialistisches Forum) im Institut
für vergleichende Irrelevanz, Kettenhofweg 130,
Frankfurt am Vorabend der Demonstration "Antisemitismus ist
keine Kreuzfahrt"
Irgendwann
zwischen der Wannsee-Konferenz und der Gründung Israels
verliert
der Hass auf die Juden jedwede Geschichte. Danach gab es keine
Antisemiten
mehr: weil alle es sind. Der Antisemitismus wird zum logischen wie zum
historischen Apriori, zur Ontologie des gesellschaftlichen Seins der
Deutschen.
Was immer sich seitdem auch ereignet hat – es spiegelt den
prinzipiellen
Stillstand der Geschichte, den Bann, die Angstlust der
erpreßten Versöhnung. So
findet auch der Hass auf die Juden, egal, ob antisemitisch oder
antizionistisch
ausgebrüllt, keine neuen Worte mehr, sondern gehorcht einem
manischen
Wiederholungszwang, dessen Vokabular in den Werken Adolf Hitlers
gesammelt
vorliegt. Es ist sein "Politisches Testament" vom 29. April 1945, das
seitdem
abgearbeitet wird, sein letzter Wille, dem "internationalen Judentum
und seinen
Helfern" den totalen Krieg zu erklären und dafür
immer wieder aufs Neue im
deutschen Staat die so klassenübergreifende wie die Klassen in
sich aufhebende
Volksgemeinschaft zu verschweißen, d.h. das Mordkollektiv,
das in erlogener
präventiver Notwehr dagegen sich erheben solle, daß
"die Völker Europas wieder
nur als Aktienpakete dieser internationalen Geld- und
Finanzverschwörer
angesehen werden". 1989, als die Wiedervereinigung der Antisemiten
(BRD), die
genötigt worden waren, mit Israel sich zu arrangieren, mit den
Antizionisten
(DDR), denen es nur erlaubt war, die Juden in Form der "Zionisten" zu
hassen,
unvermeidlich wurde, waren alle formellen Bedingungen der deutschen
Souveränität wiederhergestellt, die es
möglich machen, Hitlers Testament doch
noch zu vollstrecken, d.h. die HaShoah durch ihre Vollendung,
Überbietung und
restlose Vollstreckung an Israel ungeschehen zu machen: Der
Rechtsnachfolger
rüstet sich auf, der Gesellschaftsnachfolger zu sein. Denn
erst der Tag, an dem
es die Juden, außer in Geschichtsbüchern, niemals
gegeben haben wird, wird der
Tag der vollendeten "Deutschen Revolution" (Goebbels) gewesen sein. So
trifft
das paradoxe Resümee jetzt erst zu, das Eric Voegelin 1964 aus
dem Verhältnis
der Deutschen zu Hitler zog: "Nichts gelernt und nichts vergessen." Es
ist
diese irrsinnig redundante, penetrante Permanenz des Nullpunkts
materialistischer Aufklärung, in dem der Wiederholungszwang
sich breitmacht. –
Es spricht Joachim Bruhn (Freiburg), Co-Autor u.a. des Buches der
Initiative
Sozialistisches Forum "Furchtbare Antisemiten, ehrbare Antizionisten.
Israel
und die linksdeutsche Ideologie"
So., 13.06.10, 14
Uhr: Fairplay für Israel! - Für Wahrheit und
Solidarität!
- Kundgebung auf dem Roncalliplatz
mit anschließender Demonstration durch die Kölner
Innenstadt. Die Jüdische Gemeinde Frankfurt
organisiert Busse, die um ca. 11.30 Uhr in Frankfurt losfahren
werden. Interessierte wenden sich bitte
an: mailto@jg-ffm.de [mehr]
Sa.,
12.06.10, 14 Uhr: Gegen das Bündnis der Kriegstreiber
von Linkspartei und Hamas! - Solidarität mit Israel !
- Kundgebung vor dem Karl-Liebknecht-Haus, Rosa-Luxemburg-Platz,
Berlin-Mitte. [mehr]
Studieren
nach Auschwitz - Universität und Nationalsozialismus:Veranstaltungsreihe
der Initiative Studierender am IG Farben Campus. [mehr]
Di., 18.05.10, 19 Uhr:
Zeit zum Handeln - die iranische Bedrohung, Israel und Europa - Vortrag
von Jörg Rensmann (Berlin) organisiert von der DIG Frankfurt
und Honestly-Concerned im Saalbau Bockenheim,
Schwälmer Str.
28 in Frankfurt a. M. [mehr]
Fr., 14.05.10, 11 - 17 Uhr:
Israel-Tag - Feier
von DIG, Honestly-Concerned, Junge Zionisten,
Maccabi, Vereinte Israelaktion und WIZO zum
Unabhängigkeitstag des Staates Israel auf der Konstablerwache
in
Frankfurt a. M. [mehr]
Mo.,
26.04.10, 19.30 Uhr:
Pourquoi Israel - Filmvorführung
des Claude Lanzmann Filmes
durch das AntiFaRaDis-Referat des AStA der Uni Frankfurt in
Zusammenarbeit mit dem Café KoZ und dem Fritz-Bauer-Institut
im
Café KoZ/Festsaal im Studierendenhaus der Uni
Frankfurt. [mehr]
Di., 23.02.10, 19 Uhr:
Down with Islamic Fascism! - Diskussionsveranstaltung
der Antideutschen Koalition Rhein/Main mit Fathiyeh Naghibzadeh
(Berlin) und Jörg Finkenberger (Würzburg) im
Café 1 der FH Frankfurt. [mehr]