Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.01.2003, Nr. 17, S. 42
Juden protestieren gegen Duisenberg-Äußerungen
sbue. Die Zionistische Organisation Frankfurt hat gestern bei einer Kundgebung
vor der Europäischen Zentralbank deren Präsidenten Wim Duisenberg aufgefordert,
sich von den "antisemitischen" Äußerungen seiner Ehefrau "klar und deutlich" zu
distanzieren. Mit israelischen Flaggen versammelten sich rund 70 Anhänger
mehrerer jüdischer Organisationen auf der Kaiserstraße. Die Frau des
Präsidenten, Gretta Duisenberg, hatte mit ihrem jüngsten Besuch bei
Palästinenserpräsident Jassir Arafat und der Aussage, sie habe Verständnis für
Selbstmordattentäter, für internationales Aufsehen gesorgt. Duisenberg hatte
gesagt, er stehe "hundertprozentig" hinter seiner Frau.
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HR-Online Kurzmeldungen
Demonstration vor der EZB
FRANKFURT:
Gegen Antisemitismus und antiisraelische Äußerungen haben 120 Mitglieder
jüdischer Verbände vor der Europäischen Zentralbank demonstriert.Anlass waren
Aussagen von Gretta Duisenberg, der Frau des EZB-Präsidenten. Sie hatte
Vergleiche zwischen Naziverbrechen und Israels Politik in den
Palästinensergebieten angestellt.
URL:
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/frankfurt_und_hessen/frankfurt/?cnt=91616
DEMONSTRATION
Juden protestieren gegen Gretta Duisenberg
FRANKFURT A. M. Vor der Europäischen
Zentralbank (EZB) in Frankfurt haben am Montag rund 80 Mitglieder jüdischer
Verbände gegen Antisemitismus und antiisraelische Äußerungen demonstriert.
"Unser Protest richtet sich besonders gegen Terror unterstützende Äußerungen von
Gretta Duisenberg und die Unterstützung ihres Mannes", sagte der Vorsitzende der
Zionistischen Organisation Frankfurt, René Pollak.
Die Frau des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Wim Duisenberg, ist in
den vergangenen Wochen mehrfach wegen pro-palästinensischer Äußerungen
kritisiert worden. dpa
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Dokument erstellt am 21.01.2003 um 00:04:20 Uhr
Erscheinungsdatum 21.01.2003 | Ausgabe: D3 | Seite: 23
Montag 20. Januar 2003, 14:37 Uhr
URL: http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/deutschland/?cnt=91318
ANTISEMITISMUS-VORWURF
Demonstration vor der
EZB gegen Duisenbergs Frau
FRANKFURT A. M., 20.
Januar (dpa/top). Vor der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main
haben am Montag rund 100 Mitglieder jüdischer Verbände gegen Antisemitismus und
antiisraelisches Gedankengut demonstriert. "Unser Protest richtet sich besonders
gegen Terror unterstützende Äußerungen von Gretta Duisenberg und die
Unterstützung ihres Mannes", sagte der Vorsitzende der Zionistischen
Organisation Frankfurt (ZOF), René Pollak. Die Niederländerin hatte unlängst in
einem Zeitungsbericht die israelische Besatzung der palästinensischen Gebiete
mit der Okkupation der Nationalsozialisten in den Niederlanden verglichen.
Diesen Vergleich wies der ZOF-Chef als "infam" zurück.
"Die Duisenbergs sind nur ein Paar von vielen", sagte Pollak. Kritik an Israel
sei nicht gleich Antisemitismus, betonte Sacha Stawski von der Initiative "Honestly
Concerned". Der Sprecher des im Mai 2002 gegründeten Forums forderte das Ehepaar
Duisenberg und die Öffentlichkeit auf, "jeden Vergleich der israelischen
Verteidigungspolitik mit den Verbrechen der Nationalsozialisten auf das
Schärfste zu verurteilen".
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Dokument erstellt am 20.01.2003 um 20:20:36 Uhr
Erscheinungsdatum 21.01.2003
Vertreter von Judenorganisationen demonstrierten vor EZB
Frankfurt/Main (AP) Rund 50 Vertreter jüdischer Organisationen haben am Montag in Frankfurt am Main vor der Europäischen Zentralbank (EZB) demonstriert. Wie die Veranstalter mitteilten, richtete sich die Kundgebung gegen Äußerungen von EZB-Präsident Wim Duisenberg, der seine Frau Gretta nach ihrem Besuch beim palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat vor Kritik in Schutz genommen habe. Zu der Demonstration hatten unter anderem die Zionistische Organisation Frankfurt, der Bund Jüdischer Studenten Deutschland und die Deutsch-Israelische Gesellschaft aufgerufen. Polizeiangaben zufolge verlief die etwa eineinhalbstündige Kundgebung friedlich.