Vortrag und Diskussion mit Thomas Becker (Bielefeld) und Bastian Assion (Köln):
Der Iran und der Kampf seiner Bevölkerung für demokratische Verhältnisse
Unter der Parole des „kritischen Dialogs“ betreibt Deutschland seit über zwei
Jahrzehnten die Stabilisierung des reaktionären Mullah-Regimes. Deutschland
gehört zu seinen engsten Verbündeten und Handelspartnern. Über 400 deutsche
Firmen unterhalten intensive Wirtschaftskontakte zum Iran (u.a.
Daimler-Chrysler, Bosch und MTU, die Rüstungsgüter in großem Umfang in den Iran
liefern bzw. dort produzieren). Im Gegensatz zu den Reden deutscher Politiker
über Frieden und Menschenrechte ist Deutschland in herausragender Weise
mitschuldig daran, dass das Mullah-Regime nun seit bald einem Vierteljahrhundert
herrschen und seine Bevölkerung massiv unterdrücken kann.
Ein Regime welches für die Ermordung (z.B. Ehrenmorde und Steinigungen u.v.m.)
von über 150.000 Menschen verantwortlich ist. Ein Regime, welches das
Privatleben seiner Bevölkerung - von ihren intimsten Aktivitäten, bis zu den
Filmen, die sie sehen und der Musik, die sie hören – permanent kontrolliert und
das Tausende von Frauen auf der Straße wegen "unanständiger" Verschleierung
festgenommen hat. Ein Regime das vermutete Gegner foltern, auspeitschen und
verstümmeln lässt. Ein Regime welches nicht nur die Menschen im eigenen Land
brutal unterdrückt, sondern auch zu den wichtigsten Unterstützern islamistischer
Terroristen weltweit, wie z.B. der Hisbollah, der Hamas und des Islamischen
Djihad, deren offen erklärtes
Ziel die Vernichtung Israels ist, gehört. Einzig die
US-Regierung setzte den iranischen Staat bisher unter Druck, indem sie auf
dessen Zusammenarbeit mit palästinensischen Terrororganisationen verwies und den
Mullahs vorwarf, Nuklearwaffen zu entwickeln, den befreiten Irak zu
destabilisieren und mit Al Qaeda zusammenzuarbeiten.
Wir protestieren gegen die Unterstützung des
despotischen iranischen Regimes durch die deutsche Politik und Wirtschaft. Wir
solidarisieren uns mit den demokratischen Studenten- und Massenprotesten im Iran
und unterstützen energisch ihre Forderungen.
Für die Gleichberechtigung von Frauen und Homosexuellen!
Für Presse-, Meinungs-, Versammlungs-, und Organisationsfreiheit!
Für die Trennung von Staat und Religion!
Für den Sturz des verbrecherischen Mullah-Regimes und die Verbreitung
demokratischer Verhältnisse weltweit!
Mi., 20.04.2005, 20.00 Uhr, Café
Kurzschlusz der FH Frankfurt, Kleiststr. 5